600 Mio. € an Verbesserungen: Darabos
will Eurofighter-Vertrag billiger machen

Verteidigungsminister: EADS "nicht ganz einbetoniert" Platter bei Abschied mit Lob für Nachfolger Darabos

Der designierte SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos will zumindest "500 bis 600 Millionen Euro an Verbesserungsvorschlägen" bei den Eurofightern präsentieren können. In einem Radio-Interview betonte Darabos, es sei für ihn klar, aus dem Eurofighter-Vertrag aussteigen zu wollen, doch "jeder Euro Verbesserung wird auch in der Bevölkerung akzeptiert werden".

Dass ein rechtsgültiger Vertrag vorliegt und eine Abänderung nur mit EADS-Zustimmung möglich sei, zeige auch die "Verhandlungsmasse". Er habe bereits in den letzten Monaten Kontakt mit EADS-Vertretern gehabt und gespürt, dass man sich dort "nicht ganz einbetoniert". Angesprochen darauf, dass er Signale bekommen habe, dass beim Vertrag noch etwas möglich sei, antwortete Darabos im Morgenjournal des ORF: "Ja, das sage ich". Vielleicht sei EADS auch bereit, andere Geschäfte mit der Republik zu machen.

Platter verabschiedet sich mit Lob für Darabos
Mit Lob für seinen Nachfolger hat sich der scheidende Verteidigungsminister Günther Platter in einem Tagesbefehl anlässlich der Amtsübergabe von den Soldaten verabschiedet. Er kenne Darabos als "einen verlässlichen Verhandlungspartner, dem Sicherheitsinteressen ein großes Anliegen sind", heißt es darin. Platter zeigte sich überzeugt, dass Darabos und er selbst als künftiger Innenminister "in unseren neuen Aufgabenbereichen hervorragend und gemeinsam für den Schutz und die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung arbeiten werden."

Trotz der Vorschusslorbeeren für seinen Nachfolger bekräftigte Platter seine Befürwortung der Eurofighter, die Darabos am liebsten loswerden möchte. "Meine Überzeugung, dass wir auch über unseren Dächern für Sicherheit sorgen müssen, ist ungebrochen. Das Österreichische Bundesheer ist zur aktiven Luftraumüberwachung verpflichtet. Wir machen das nicht, weil es ein Hobby ist. Mit der Entscheidung für den Eurofighter Typhoon haben wir uns klar für eine Zukunft in Sicherheit ausgesprochen", heißt es in dem Tagesbefehl. (apa/red)