Fakten von

60-Jährige wegen Erpressung
in Innsbruck vor Gericht

Soll unter anderem den Vorarlberger Landeshauptmann und hochrangige Bankenvertreter genötigt und erpresst haben

Eine 60-Jährige hat sich am Freitag am Landesgericht Innsbruck wegen versuchter Erpressung, versuchter Nötigung und versuchtem Widerstand gegen die Staatsgewalt verantworten müssen. Der Frau mit Kontakten zur Staatsverweigerer-Szene wird vorgeworfen, unter anderem den Vorarlberger Landeshauptmann, hochrangige Bankenvertreter und weitere Verwaltungsspitzen erpresst und genötigt zu haben.

Die 60-Jährige hatte laut Anklage versucht, ein Darlehen in der Höhe von 150.000 Euro löschen zu lassen. Dazu habe sie Rechnungen wegen angeblicher Trademarkverletzungen verschickt. Betroffen von diesen Rechnungen waren neben dem Landeshauptmann und den Bankenvertretern auch der Vorstand der Wohnbauförderungsabteilung des Landes, eine Grundbuchrechtspflegerin und Richter des Landesgerichtes Feldkirch. Die Frau habe mit der Eintreibung durch ein Inkassobüro und der Eintragung in ein internationales Schuldenregister gedroht.

Die Angeklagte gab zu Beginn der Verhandlung zu, die Rechnungen verfasst und abgeschickt zu haben. Die Pfandbriefe hingegen seien "für sie verfasst worden" und habe sie nie abschicken wollen. Sie habe nie wirklich vorgehabt, tatsächlich ein Inkassobüro einzuschalten, beteuerte sie.

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