57 Journalisten 2010 bei der Arbeit getötet: Weniger als 2009, aber mehr Entführungen

Risiko in Afghanistan und Nigeria besonders hoch Immer schwieriger, die Verantwortlichen zu finden

57 Journalisten sind dieses Jahr laut "Reporter ohne Grenzen" (RSF) bei ihrer Arbeit getötet worden. Das sind 25 Prozent weniger als 2009 mit 76 Toten, wie aus dem veröffentlichten Jahresbericht der internationalen Organisation für die Verteidigung der Pressefreiheit hervorgeht.

Gestiegen ist die Zahl der Entführungen. 51 Reporter wurden gekidnappt, deutlich mehr als in den zwei Jahren davor. Besonders in Afghanistan und Nigeria seien Journalisten diesem Risiko ausgeliefert.

Immer schwerer, Verantwortliche zu finden
Die Zahl der Toten in Kriegsgebieten sei in den vergangenen Jahren gesunken, heißt es. Bezeichnend sei, dass es immer schwieriger werde, die Verantwortlichen zu finden, wenn Journalisten von kriminellen Banden, bewaffneten Gruppen, religiösen Organisationen oder von staatlicher Seite getötet würden.

(apa/red)