5:2-Erfolg bei Heimpremiere: Pöck-Debüt
für die Islanders mit Sieg gegen St. Louis

Österreichs Eishockey-Star ohne großen Fehler "Es hat gepasst, schauen wir, was weiter passiert"

5:2-Erfolg bei Heimpremiere: Pöck-Debüt
für die Islanders mit Sieg gegen St. Louis

Am Freitag saß Thomas Pöck auf der Tribüne, als die New York Islanders bei den New Jersey Devils (1:2) in die NHL-Saison gestartet sind. 24 Stunden später klappte es für den Kärntner aber mit dem Debüt für seinen neuen Club und mit der Rückkehr in die stärkste Eishockey-Liga der Welt. Pöck kam bei der Heimpremiere im Nassau Coliseum zum Einsatz und feierte mit den Islanders einen 5:2-Erfolg gegen die St. Louis Blues.

"Es war eine gute erste Partie, wir haben kein Tor bekommen", zog der 26-Jährige zufrieden Bilanz. Er sei ein bisschen aufgeregt gewesen, weil es "war meine erste NHL-Partie seit zwei Jahren. Die eine Partie im Vorjahr in Atlanta zähle ich nicht, die hätten sie sich sparen können", sagte Pöck. Die, das sind die New York Rangers. Und dort hatte er heuer keine Chance auf NHL-Einsätze und ist ins Farmteam abgeschoben worden. Vor zwölf Tagen allerdings holten ihn die Islanders vom Lokalrivalen weg. Auf Long Island fühlt er sich nun wieder wohl. "Es passt alles, die Mannschaft ist lässig", so Pöck.

Das Ergebnis auf dem Eis konnte sich sehen lassen. Pöck verteidigte im ersten Drittel mit dem neuen Schweizer Starverteidiger Mark Streit, der einen Fünfjahresvertrag über 20,5 Millionen Dollar (15,1 Mio. Euro) unterschrieben hatte. Das "Alpenduo" blieb im starken Anfangsabschnitt ohne Fehler und ließ keine einzige Chance der Gegenspieler zu. Nach einer Verletzung von Abwehrspieler Radek Martinek wurden nach der ersten Pause die Verteidiger-Paare zwar ständig gewechselt, die Blues allerdings blieben ohne Wirkung.

Islanders nicht nur defensiv stark
Die Islanders, die Einser-Torhüter Rick diPietro wegen einer Schwellung im operierten Knie neuerlich durch den fehlerfreien Joey MacDonald ersetzen mussten, spielten aber nicht nur defensiv stark. In den ersten 20 Minuten sorgten Mike Comrie (3.), Trent Hunter (15./PP), Sean Bergenheim (16.) und Andy Hilbert in Unterzahl (20.) bei einem Gegentreffer durch Brad Boyes (18.) für eine Vorentscheidung gegen die Gäste, die zum Auftakt die Nashville Predators mit 5:2 besiegt hatten.

Letztlich setzten sich die Islanders souverän durch und gaben Pöck allen Grund zur Freude. "Ich habe in der Früh erfahren, dass ich spiele. Der Trainer hat mir aber schon vor der Partie am Freitag gesagt, dass es nichts mit meinem Spiel zu tun hat. Das war die erste Partie und ich bin erst so kurz dabei. Die anderen haben schon drei Wochen länger hier trainiert. Er wollte, dass ich eine Partie zuschaue, weil wir vom System her anders spielen", erklärte Pöck. Jack Hillen, der am Vortag von Trainer Scott Gordon den Vorzug erhalten hatte, hatte diesmal dem Österreicher Platz machen müssen.

Ob der Klagenfurter, der seine 60. NHL-Partie im Grunddurchgang (plus vier im Play-off) absolviert hat, weiter dran kommt, wird sich zeigen. "Es hat heute gepasst, schauen wir, was weiter passiert", meinte Pöck vorsichtig. Die Islanders sind mit sieben Verteidigern in die Saison gegangen, weil Andy Sutton und Chris Campoli noch verletzt sind. Nur sechs können spielen. Allerdings war am Samstag noch nicht klar, ob Martinek schwerer verletzt ist oder am Montag schon wieder fit ist.

(apa/red)