48 Menschen ermordet: Mutmaßlicher russischer Massenmörder wurde verurteilt

Erster Schuldspruch von 48 angeklagten Fällen Verdächtiger prahlt sogar mit insgesamt 60 Morden

Ein russisches Gericht hat den ersten Schuldspruch für einen in 48 Fällen angeklagten mutmaßlichen Massenmörder erlassen. Das Moskauer Gericht sah es als erwiesen an, dass der ehemalige Supermarktangestellte Alexander Pitschuschkin einen früheren Klassenkameraden erwürgt hat. Pitschuschkin hat die Vorwürfe nie abgestritten, sondern damit angegeben, nicht nur 48 sondern etwa 60 Menschen getötet zu haben.

Eigenen Angaben zufolge kannte er alle seine Opfer. Er begründete seine Taten damit, dass er die Seelen der Getöteten habe einfangen wollen und Lust am Töten verspürt habe. In den Medien wurde Pitschuschkin als "Schachbrett-Mörder" bezeichnet, da er jedes der 64 Felder eines Spielbrettes für einen Mord mit einer Münze belegen wollte. Der Staatsanwaltschaft zufolge lockte Pitschuschkin die meisten seiner Opfer in ein abgelegenes Waldgebiet in den südwestlichen Außenbezirken Moskaus. Dort erwürgte er sie oder zertrümmerte ihre Köpfe mit einem Hammer. Einige Opfer ertränkte er in Abwasserkanälen oder warf sie von Balkonen.

Sollte Pitschuschkin tatsächlich 60 Menschen ermordet haben, wäre er der bisher gefährlichste russische Massenmörder. In den 90er Jahren war ein Mann wegen der Vergewaltigung und Ermordung von 52 Menschen hingerichtet worden.

(apa/red)