41 Prozent von Brasiliens Priestern geben sexuelle Beziehungen zu

Umfrage der Bischofskonferenz 62% sind gegen Verurteilung der Homosexualität

Vier von zehn Priestern räumen in Brasilien einer Kirchenstudie zufolge ein, dass sie nach der Ordination sexuelle Beziehungen zu Frauen gehabt haben. Das geht aus einer von der Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB) in Auftrag gegebenen und am Donnerstag von Medien in Rio de Janeiro veröffentlichten Umfrage hervor.

Die CNBB wollte die Ergebnisse der Studie am Donnerstag nach der Eröffnung ihrer 42. Generalversammlung in Itaici im Bundesland Sao Paulo offiziell präsentieren und kommentieren.

Genau 41 Prozent der 1831 befragten Priester der katholischen Kirche gaben zu, dass sie nach der Priesterweihe ungeachtet des Zölibats sexuelle Beziehungen zu mindestens einer Frau unterhalten hätten. 41 Prozent waren es laut Studie auch, die meinten, die von der katholischen Kirche vorgeschriebene Ehelosigkeit der Geistlichen müsse freiwillig sein. Außerdem hätten 62 Prozent der Befragten erklärt, dass sie die Verurteilung der Homosexualität durch die Kirche nicht teilten.
(apa, red)