3D-Stereoskopie von

Kein Durchbruch für 3D

Neustart für Stereoskopie droht Flop: Kundeninteresse geringer als vermutet

3D-Stereoskopie - Kein Durchbruch für 3D © Bild: APA/EPA

Egal ob im Kino, im Wohnzimmer oder in der Hosentasche, momentan gibt es kaum einen Bereich der Unterhaltungselektronik, der nicht mit 3D-Effekt auftrumpfen will. Namhafte Elektronikhersteller haben enorme Summen in die neue Technologie gesteckt und knüpfen weiterhin große Erwartungen an die Geräte mit Tiefendarstellung. Allerdings häufen sich jetzt schon Berichte, die an einem durchschlagenden Erfolg der neuen Technik zweifeln lassen.

Im deutschsprachigen Raum lässt das große 3D-Angebot weiterhin auf sich warten. Bei Sky blickt man aber optimistisch in die Zukunft. "Wir sind uns sicher, dass 3D-Fernsehen eine große Zukunft hat. Über den Erfolg unseres 3D-Kanals kann man momentan noch nicht viel sagen, da noch keine genügend große Sättigung des Marktes mit 3D-Fernsehern gegeben ist. Die ersten Kundenrückmeldungen sind aber positiv", sagt Sky-Sprecher Jörg Allgäuer.

Videospielbranche zurückhaltend
Aus der Computerspielbranche kamen ebenfalls eher ernüchternde Meldungen. Der japanische Elektronikkonzern Nintendo hat den Preis für seine Handheldkonsole 3DS wegen mangelndem Absatz schon nach wenigen Monaten von 250 auf 160 Euro gesenkt. Auch der große Spielehersteller EA hat kürzlich bekannt gegeben, keine Ambitionen in Richtung 3D-Technologie zu verfolgen. CEO John Riccitiello hat angemerkt, dass EA momentan keinen Bedarf seiner Kunden nach 3D-Spielen oder -Fernsehern erkennt.

Ausschlachten von 3D im Kino
Wenig förderlich für das Ansehen der 3D-Technologie im Filmbereich ist auch der Versuch Hollywoods, nicht in 3D gedrehtes Material für den Konsum in der dritten Dimension auszuschlachten. Laut US-Medien sollen schon ab 2012, angeführt von den Star-Wars-Filmen, nach und nach eine ganze Reihe alter Klassiker ein zweites Leben in der dritten Dimension erhalten. Diese nachträgliche Bearbeitung beschert dem Zuseher aber nicht einmal ein echtes 3D-Erlebnis. Die Figuren an sich bleiben zweidimensional, sie bewegen sich lediglich auf verschiedenen Ebenen über die Leinwand.