Winterwetter von

350 Gäste der Rudolfshütte sicher ins Tal gebracht

Salzburger Berghotel in 2.315 Metern Höhe musste wegen der Schneemassen vorübergehend schließen

Die rund 350 Gäste des Berghotels Rudolfshütte im Gemeindegebiet von Uttendorf (Pinzgau) sind am Freitag vorzeitig ins Tal gebracht worden. Die Urlauber fuhren zunächst mit der Seilbahn zur Talstation Enzingerboden zu ihren Autos ab. Dann wurden die Fahrzeuge geordnet und mit entsprechenden Sicherheitsabständen durch den von Lawinen gefährdeten Straßenabschnitt geleitet.

Die Zufahrtsstraße zur Talstation der Seilbahn war bereits seit Samstagabend für den Verkehr geschlossen. "Von den 18 Straßenkilometern ist zwar nur ein einziger Kilometer lawinengefährdet, dort war aber Vorsicht geboten", sagte Franz Nill, der Aufsichtsratsvorsitzende der Weißsee-Gletscherbahn, am Freitagnachmittag zur APA. "Aus Sicherheitsgründen wurden entlang der Straße Lawinenposten aufgestellt. Dann durfte Auto für Auto aus dem Tal fahren."

Wegen der enormen Schneefälle wird die Rudolfshütte mit seinen 220 Betten wohl bis in die nächste Woche hinein geschlossen bleiben. Auch das Skigebiet rund um das Berghotel stellte den Betrieb wegen der fehlenden An- und Abreisemöglichkeit ein.

"Der Schichtwechsel wäre eigentlich erst morgen am Samstag gewesen, wir haben uns aber wegen der Prognosen entschieden, das heutige Wetterfenster für eine Evakuierung zu nutzen", sagte Nill. Wie lange die Sperre dauert, sei noch unklar. "Wir warten die für Dienstag und Mittwoch vorhergesagten Schneefälle ab und werden die Lage dann neu bewerten." Nach Möglichkeit sollen Skigebiet und Rudolfshütte dann zum kommenden Wochenende wieder aufsperren.

In dem Hotel des Zeller Hoteliers Wilfried Holleis hält nun nur mehr ein Hausmeister-Team die Stellung. Wer schon für die nächste Woche gebucht hat, bekomme die Anzahlung allfälliger Kosten rückerstattet oder werde kostenlos umgebucht. Und einen Vorteil habe der viele Schnee auch: Skifahren dürfte heuer bis weit in den Frühling hinein möglich sein.

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