300 Millionen für Parlaments-Sanierung:
Prammer präsentiert Pläne für Hohes Haus

295 Millionen für notwendigste Sanierungsarbeiten 130 Jahre alt: "Projekt kann nicht mehr warten"

300 Millionen für Parlaments-Sanierung:
Prammer präsentiert Pläne für Hohes Haus © Bild: APA/Jäger

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hat den Parlamentsparteien die Planungsunterlagen für den Parlamentsumbau übergeben. Kernpunkt: Allein die (aus rechtlichen und bautechnischen Gründen) notwendige Sanierung des 130 Jahre alten Gebäudes wird inklusive vorübergehender Absiedelung der Abgeordneten rund 295 Mio. Euro kosten.

Dazu kommen noch einmal 40 Mio. Euro für mögliche "effizienzsteigernde" Maßnahmen. "Das Projekt, ich sage es ganz offen, ist ein extrem teures", gestand Prammer am Vorabend vor Journalisten ein. Dass es billigere Varianten geben könnte, glaubt sie aber nicht.

Auch ein Neubau des Parlaments "auf der grünen Wiese" wäre laut Prammer nicht günstiger, weil man sich die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes am Ring letztlich nicht ersparen würde. Insgesamt würde ein Neubau daher sogar teurer kommen, meint die SPÖ-Politikerin: "Wir würden ein neues (Gebäude, Anm.) errichten und müssten trotzdem sanieren." Sie will nun Gespräche mit den Fraktionen führen und am 16. Februar im Baubeirat über das weitere Vorgehen entscheiden. Angesichts des Bauzustandes könne das Projekt jedenfalls "nicht mehr warten".

Notwendige Investitionen
Wie der mit dem Gesamtkonzept betraute Architekt Sepp Frank sagte, müssen für den Brandschutz neue Fluchttreppen ins Gebäude eingezogen, die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion verstärkt und die Barrierefreiheit des Hauses garantiert werden. Auch die Technik sei dringend zu erneuern, zumal die elektrischen Leitungen derzeit durch den Lüftungskanal verlaufen, was im Fall eines Kabelbrandes zur raschen Verbreitung des Rauches im ganzen Haus führen würde. Allein diese notwendigen Sanierungsmaßnahmen würden den Planungen zufolge rund 260 Mio. Euro kosten.

Dazu kommen noch einmal 35 Mio. Euro für die Absiedelung des Parlaments in ein Ausweichquartier. Zusätzlich könnten noch bis zu 40 Mio. Euro für "effizienzsteigernde Maßnahmen" anfallen. Welche Variante gewählt werden soll, will Prammer am 16. Februar bei einer Sitzung des Baubeirats besprechen.

(apa/red)

Kommentare

christian95 melden

Um die Hälfte des Geldes! Kann man auf die grüne Wiese ein neues Gebäude hin stellen!

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@ Christian Lies bitte den Beitrag, das Parlament steht unter Denkmalschutz, ergo müsste es so und so restauriert werden.

christian95 melden

Re: Um die Hälfte des Geldes! Ja, stimmt schon, aber nicht alles!
Das Gebäude und das Dach mit einer funktionierenden Beleuchtung, das muss genügen.

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Re: Um die Hälfte des Geldes! genau , den alten Steinerhaufen abreißen und un den Donauauen neu bauen , mitten unter den lieben süßen Viecherl, wie Schlangen Gelsen usw.

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... und wer sind die beauftragten Firmen? Ist nicht die Baubranche ideal dafür geeignet große Summen von Steuergeldern an politische Günstlinge und Freunderl zu verteilen - noch besser als die Werbebranche, Beratungskanzleien oder pseudo-soziale Hilfsdienste?!

christian95 melden

Sicherlich rein zufällig, jene Firmnen die hohe Parteispenden zahlen und möglichst viele Parteigünstlinge beschäftigen.

Wahrscheinlich ist der Umbau deshalb so teuer... ... weil sie statt der Sessel 183 Luxusbetten zum Schlafen einbauen müssen und die Prammer kriegt sogar ein Wasserluxusbett!

politiker dieses bild sagt wieder alles über unsere politiker.
nur ein politiker auf seinem arbeitsplatz und der liest in der zeitung welchen scheiss er gestern daher geschwafelt hat, da er all seine lügen immer vergisst.

Wenn man die Nachrichten hört, soll angeblicherst ab 2014 mit Der Sanierung begonnen werden, unglaublich. Bis dahin nimmt man die Gefahren und unvermeidbaren Preissteigerungen in Kauf? Die Sanierung des Parlaments steht seit Jahren an, also wüäre es doch gut JETZT anzufangen.

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um unser Steuergeld ist Ihnen nichts zu billig wenn man das Parlament abreissen würde und neu aufbauen würde es nicht so eine Summe kosten - da macht sich ein zweiter Flughafen bereit für die Startlöcher...

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Wie bitte 300 Mille Das sind über 4 milliarden in alten Schillingen. Was bauen die da ?

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Re: Wie bitte 300 Mille unglaublich!

bamsn
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Re: Wie bitte 300 Mille Einfamilienhäuser, autos ... :-D

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Re: Wie bitte 300 Mille Genau richtig! In der KRONE kolportieren sie sogar schamlosere 5.504 Millionen Schilling und NIEMAND hinterfragt das! Ich finde das nicht mehr komisch, daß in diesem KRONE Forum außer zum Großteil grenzdebilen Kommentaren niemand die Summe in Frage stellt. Die Politiker müssen sich ANPINKELN vor Lachen und schon neue Keller verputzen lassen, um die \'übriggebliebene\' Kohle bunkern zu können. Es wage niemand von diesen Granden bei Bekanntgabe solcher Irrsinnszahlen zu behaupten, es ginge nicht auch um\'s Geschmierte. "Na, dann laß\' ma halt 50% nach!" grinst Politiker X und Politiker Y fällt vor Lachen vom Stockerl, weil man mit der halbierten Summe immer noch die Alpen ins Gänsehäufl verlegen könnte. Wir müssen AUFWACHEN, Leute! Es wird diesen Abzockern zu EINFACH gemacht! AUFWACHEN!

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@drahthuhn Natürlich stellen viele Leserbriefschreiber wie auch ich diesen Betrag in der Krone in Frage. Aber wenn der Krone etwas nicht in die von ihr vertretene Linie passt, dann bringt sie die Briefe einfach nicht sondern nur die eines Weinpolter, Pestitschek, Kafka und wie ihre Leib- und Lebensschreiber, die der Krone jeden Tag das "Goderl" kratzen und die sie dann zum Dank dafür fast täglich abdrucken. Alles klar nun, warum in der Krone niemand den Betrag in Frage stellt?

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