3 Millionen Tote wegen hohem Blutzucker: Die Krankheit Diabetes bringt ihr Opfer

Regelmäßig Sport und Bewegung verhindern Diabetes Volkskrankheit des 21. Jht: Zu hoher Blutzucker

3 Millionen Tote wegen hohem Blutzucker: Die Krankheit Diabetes bringt ihr Opfer

Mehr als drei Millionen Menschen sterben jedes Jahr weltweit an den Folgen eines zu hohen Blutzuckerspiegels. Das berichtet das britische Medizinjournal "Lancet". Damit sei das eine der fünf häufigsten Todesursachen weltweit und hauptverantwortlich für tödliche Erkrankungen von Herz und Gefäßen.

Für ihre Studie werteten die Autoren medizinische Daten aus 52 Ländern aus. Die Autoren betonen, dass schon vergleichsweise leicht erhöhte Blutzuckerwerte - solche, bei denen Ärzte noch nicht von einer Zuckerkrankheit (Diabetes) sprechen - tödliche Folgen haben könnten.

Diabetes gilt als eine Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts. An ihr sterben jährlich weltweit etwa 960.000 Menschen, schreibt die Gruppe um Majid Ezzati von der Harvard School of Public Health in Boston. Am 14. November ist Weltdiabetestag. Bei zahlreichen Veranstaltungen machen Experten auf die Krankheit und ihre Folgen aufmerksam.

Schon einfache, vorbeugende Maßnahmen könnten das Risiko für einen erhöhten Blutzuckerspiegel deutlich senken. Würden diabetesgefährdete Menschen regelmäßig zu Ernährung und Sport beraten und veränderten diese ihr Verhalten entsprechend, verringere sich das Risiko für eine Erkrankung um mehr als die Hälfte, berichten finnische Forscher. Sie beobachteten mehr als 500 Frauen und Männer über mehrere Jahre. Dieser positive Effekt wirke auch nach dem Ende der Beratung nach. Noch drei Jahre nach Ende der Beratung sei das Diabetesrisiko um ein Drittel geringer gewesen als bei Patienten ohne Beratung.

Gerade in ärmeren Ländern könne eine derartige Beratung aber nicht immer gewährleistet werden, betonte Mauricio Avendano von der Universitätsklinik in Rotterdam in einem begleitenden Kommentar. Dort sollten daher zunächst die Bedingungen für ein gesundes Leben geschaffen werden. So müssten die Menschen besseren Zugang zu gesunden Nahrungsmittel erhalten. (apa/red)