3-D-Druck Werbung

Der gläserne Schädel

Hochspezialisierte Unternehmen aus Gewerbe & Handwerk kooperieren mit AKH Wien

Gläserner, in 3-D-Druck hergestellter Schädel © Bild: WKO

Bereits vor etwa 15 Jahren gelang in Österreich der erste Durchbruch in der medizinischen Behandlung von Schädeltumoren: Einer Patientin konnte wegen geringer Erfolgsaussichten ein Schädeltumor nicht operiert werden. Erst eine 3-D-Nachbildung des Schädels war die Lösung: Das Operationsteam des Wiener AKH erprobte zunächst die Operation an mehreren Schädelmodellen, entwickelte das Implantat und pflanzte es anschließend in einer Premierenoperation ein. Die Patientin erfreut sich heute bester Gesundheit.

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3-D-Druck - auch rapid prototyping genannt - hat sich bei mittlerweile über 2.000 Patienten bewährt: Ärzte konnten 98% von ihnen erfolgreich operieren. Tausende Leben konnten gerettet werden, indem Ärzte an Modellen der erkrankten Organe ihre Operationstechniken verfeinern konnten.

Insgesamt bedeutet dieser Fortschritt nicht nur gesteigerte Lebenschancen, sondern auch eine bedeutende Kostenersparnis für Versicherungen: Zwar kostet ein 3-D-Druck eines Schädels zwischen 3.000 und 5.000 Euro, aber die Operationszeit verkürzt sich von etwa 30 Stunden auf ca. 5 bis 8 Stunden, wobei eine volle OP-Stunde im AKH Wien Kosten von rund 100.000 Euro verursacht.

Gläserner, in 3-D-Druck hergestellter Schädel
© WKO Ein gläserner, in 3-D-Druck gefertigter Fuß

Auch in der Schlaganfallsvorbeugung – insbesondere bei Männern – sind große Fortschritte gelungen: Angeborene Aneurismen im Schädel (Artherienerweiterungen) werden diagnostiziert, die Gefäße in 3-D-Modellen dargestellt. Roboter können mit einer Genauigkeit von einem Hundertstel Millimeter die Gefäße absaugen. Und das Schlaganfallsrisiko ist gebannt.

Diese und viele weitere Anwendungen z.B. an der Wirbelsäule wären durch die hochtechnologische Entwicklung des 3-D-Drucks in der Wirtschaft überhaupt nicht oder nicht zu vertretbaren Kosten möglich.

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