3.800 Unfälle beim Eislaufen im Jahr 2006: Leichtigkeit und Übermut führen zum Sturz

1.700 der Unfälle betreffen Kinder unter 15 Jahren "Anfänger sollen einen Kurs besuchen", empfiehlt KfV

3.800 Unfälle beim Eislaufen im Jahr 2006: Leichtigkeit und Übermut führen zum Sturz

Im Jahr 2006 verletzten sich 3.800 Menschen beim Eislaufen. 1.700 davon waren Kinder unter 15 Jahren. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit empfiehlt, einen Helm zu tragen, denn Kopfverletzungen sind eine häufige Art der Verletzung. Außerdem werden Sportartikelhersteller vom KfV aufgefordert, Eislaufhandschuhe für die Sicherheit herzustellen.

Gesund und doch gefährlich: Im vergangenen Jahr mussten rund 3.800 Menschen in Österreich nach dem Eislaufvergnügen im Krankenhaus behandelt werden. Das berichtete das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) in einer Aussendung am Mittwoch. Unter den Verletzten befanden sich 1.700 Kinder (unter 15 Jahren). Der KfV-Experte Rupert Kisser empfiehlt, Sprösslingen einen Helm zu verpassen. Denn fast 21 Prozent der Kids müssen wegen Kopfverletzungen ins Krankenhaus.

42 Prozent der Unfälle sind Knochenbrüche
"Eislaufen gehört zu den Sportarten, die vor allem das Herz-Kreislaufsystem stärken. Kinder und ältere Menschen trainieren dabei auch ihre Koordination", sagt Kisser. Dennoch herrscht auch hier hohe Verletzungsgefahr, besonders Übermut und Leichtigkeit führen zu 45 Prozent der Unfälle, informiert der Experte. Der "Klassiker" unter den Verursachern ist mit 85 Prozent der Sturz. Als Resultat kommt es in 42 Prozent aller Fälle zu einem Knochenbruch - meist des Unterarms oder des Handgelenks. "Die Kunst richtig zu fallen, ist beim Eislaufen wichtig und schützt vor Verletzungen. Deshalb sollten vor allem Anfänger einen Kurs beim Eissportverein besuchen", empfiehlt Kisser.

Besondere Vorsicht bei Natureis
Besondere Vorsicht ist bei Natureis geboten: "Eisläufer sollten sich immer über die aktuelle Außentemperatur informieren. Wenn diese über mehre Tage nur wenige Grad Celsius unter dem Gefrierpunkt liegt, ist eine Eisfläche nicht mehr sicher. Viele Gemeinden geben Auskunft über die Beschaffenheit des Natureises". Auch die Sportartikelhersteller werden vom KfV zur Tat aufgefordert, sie sollen schützende Eislaufhandschuhe produzieren, meint Kisser. "Das Abknicken des Handgelenks oder schmerzhafte Schnittverletzungen durch scharfe Kufen können so vermieden werden", heißt es in der Aussendung.

(apa/red)