26. Waldviertel-Rallye: 153 Mannschaften aus zehn Nationen bedeuten Rekord

Stohl fehlt: OMV-Flaggschiff fährt in Australien

Die 26. OMV Waldviertel Rallye am 27./28. Oktober wartet mit einem Rekord-Nennergebnis auf. 153 Mannschaften aus zehn Nationen haben für den letzten ÖM-Lauf genannt, der auch zum FIA Rallye Cup zählt. Damit wurde der Rekord aus dem Jahr 2000 egalisiert. Der Start erfolgt in Horn, der Zieleinlauf am Samstag (19.00 Uhr) in Waidhofen/Thaya. Der Nordring in Fuglau wird mit einer neuen Superstage eingebunden, der Schotter-Anteil der Rallye wurde auf 80 Prozent gesteigert.

Damit ist eine hochinteressante Quertreiberei garantiert. Vor allem in der Gruppe N, in der noch die Titelentscheidung zwischen Achim Mörtl (Subaru) und dem deutschen Herausforderer Hermann Gassner (Mitsubishi) ansteht. Mörtl führt vier Punkte vor Gassner, dem Kärntner reicht auf Grund der höheren Anzahl an Siegen (5:3) selbst bei einem Sieg von Gassner schon Platz drei zum Titelgewinn.

Mitentscheidend könnte sein, dass mehrere als Titelträger bereits feststehende Piloten bei der Waldviertel-Rallye in die Gruppe N wechseln. So etwa Gruppe-A-Staatsmeister und Waldviertel-Vorjahressieger Raimund Baumschlager, der bereits für 2007 einen Mitsubishi EVO IX testet, oder Michael Kogler, der Cupsieger in der Alternativ-Klasse Diesel/Gas. In der Austrian Rallye Challenge kämpfen gleich vier Piloten noch um den Titel.

In der Gruppe A geht es nur noch um den Kampf um den Vizemeistertitel, in dem der Wiener Toto Wolff (48 Punkte) gegenüber dem Niederösterreicher Andreas Waldherr (40) die besseren Karten hat. Favorit auf den Gesamtsieg ist der Ungar Balazs Benik, der schon 2004 hier gewonnen hat und ein Ford Focus World Rallye Car pilotiert. OMV-Flaggschiff Manfred Stohl ist wegen der Überschneidung mit dem WM-Lauf in Australien im Waldviertel nicht am Start.

Das Budget der OMV Rallye Waldviertel beträgt an die 400.000 Euro, die Veranstaltung ist längst ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor geworden. Laut Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Ernest Gabmann hat eine Umfrage ergeben, dass jeder aus öffentlicher Hand ausgegebene Euro der Region knapp 25 Euro zurückbringt. Das Renngeschehen ist über http://www.wavenet.at und http://www.waldviertel-rallye.at in Echtzeit im Internet verfolgbar.

(APA/red)