24 Tote bei neuem Grubenunglück in China: Gas-Explosion nach Defekt der Belüftung

Im vergangenen Jahr kamen 6.000 Bergleute um

Ein neues Grubenunglück hat in China 24 weiteren Bergleute das Leben gekostet. Nur einen Tag nach Explosionen in zwei Kohlebergwerken, bei denen mindestens 53 Kumpel getötet worden sind, passierte in Linfen in Nordchina ein ähnliches Unglück. Die Elektrizität sei ausgefallen, und dadurch die Belüftung. Gas habe sich angesammelt und sei explodiert.

Nach dem Unglück sind alle 24 verschütteten Bergarbeiter tot geborgen worden. Bei einer ähnlichen Explosion waren in der Südwestprovinz Yunnan 32 Kumpel ums Leben gekommen. 28 wurden verletzt geborgen. In einem Bergwerk in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang, wo am selben Tage durch eine Explosion 21 Bergleute getötet wurden, wurde noch nach 6 Verschütteten gesucht.

Die Arbeit im Bergbau in China ist gefährlicher als anderswo in der Welt. Im vergangenen Jahr kamen nach offiziellen Angaben 6.000 Bergleute ums Leben, doch dürften viele tödliche Unfälle gar nicht erst den Behörden gemeldet werden. Ursachen sind meist rückständige Ausrüstung, mangelnde Aufsicht, schlechte Sicherheitsvorkehrungen, Korruption und Günstlingswirtschaft.

(apa/red)