Fakten von

24 Tote bei Bränden in Kalifornien - Suche nach Opfern hält an

Weitere Evakuierungen angeordnet - Mehr als 20 Großfeuer lodern

Der unermüdliche Einsatz Tausender Feuerwehrleute in Nordkalifornien zeigt erste Erfolge. Einer der verheerenden Brände im Bezirk Sonoma County - das sogenannte Tubbs-Feuer - sei zu zehn Prozent eingedämmt, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Doch an anderen Stellen breiteten sich die Flammen weiter aus.

Am Mittwoch hatte die Polizei weitere Evakuierungen angeordnet. So mussten die Einwohner der Ortschaft Calistoga rasch ihre Häuser verlassen.

Die Zahl der Toten bei den verheerenden Bränden stieg inzwischen auf mindestens 24. Nach Schätzungen sind mehr als 3.500 Häuser zerstört. Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown sprach von einem der größten und gefährlichsten Feuer. Es werde den US-Bundesstaat viele Milliarden Dollar kosten.

Mehr als 8.000 Feuerwehrleute kämpften in der Region nördlich der Metropole San Francisco gegen zahlreiche große Buschbrände. In ganz Kalifornien gibt es derzeit mehr als zwanzig Großfeuer. Die Sicherheitskräfte fürchteten weitere Todesopfer, denn mehrere Hundert Menschen sind als vermisst gemeldet. Viele Gebiete sind ohne Strom und Telefonnetz, was das Auffinden von Angehörigen schwierig macht.

Allein 14 Menschen sind im Bezirk Sonoma County ums Leben gekommen. Die Identifizierung der teils völlig verkohlten Leichen sei recht schwierig, sagte Polizeichef Rob Giordano am Donnerstag. Unter den Opfern ist auch eine 27-jährige Frau, die im Rollstuhl saß, wie der "San Francisco Chronicle" berichtete. Ihr Haus in Santa Rosa war in dem Inferno in der Nacht auf Montag abgebrannt.

Der Rauch aus den Feuergebieten hat sich in weiten Teilen Kaliforniens ausgebreitet. Im knapp 90 Kilometer entfernten San Francisco wurden am Mittwoch wegen schlechter Sicht Dutzende Flüge gestrichen. In vielen Regionen warnten die Behörden vor einer gesundheitsschädlichen Luftbelastung für anfällige Menschen.

Die genaue Ursache der zahlreichen Feuer ist weiter ungeklärt. Möglicherweise seien einige Brände in dem Windsturm am Wochenende durch umgestürzte Stromleitungen ausgelöst worden, hieß es.

Kommentare