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Pinzgau: 22 Mio. teures Hochwasserschutzprojekt gestartet

Soll rund 5.000 Bewohner des Zeller Beckens vor Überschwemmungen schützen

Im Zeller Becken im Pinzgau ist am Freitag der offizielle Startschuss für das bisher größte Hochwasserschutzprojekt des Landes Salzburg gefallen. Rund 5.000 Bewohner von Bruck an der Glocknerstraße und Zell am See sowie 700 Gebäude sollen durch eine Verbreiterung der Salzach vor Überschwemmungen geschützt werden. Die Projektkosten betragen 22,2 Millionen Euro.

Die Salzach wird auf einer Länge von 3,5 Kilometern zwischen Bruck und Kaprun um rund 20 Meter verbreitet. Die Uferböschung wird abgeflacht, dadurch entstehen 6,35 Hektar neue Wasserfläche. Wenn die Baumaßnahmen wie geplant im Jahr 2020 abgeschlossen sind, können sich Einheimische und Touristen auch über ein neues Naherholungsgebiet freuen.

"Gleichzeitig findet eine ökologische Aufwertung der Salzach statt", erklärte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). Neben deutlich mehr Sicherheit für die Bevölkerung bringe der Hochwasserschutz auch mehr Naturraum und Entwicklungsmöglichkeiten für die betroffenen Gemeinden. Im Vergleich zu den Projektkosten würde bei einem 100-jährlichen Salzach-Hochwasser in dieser Region ein Schaden von rund 70 Millionen Euro entstehen. Der Hochwasserschutz sei zudem die Basis für die geplante neue Umfahrung in Zell am See, ergänzte Projekt-Koordinator Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP).

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