22 tote Fußball-Fans nach Massenpanik:
Drama bei WM-Quali-Spiel in Elfenbeinküste

Mehr als 130 Menschen vor Begegnung verletzt Organisatoren: WM 2010 in Südafrika sicher

22 tote Fußball-Fans nach Massenpanik:
Drama bei WM-Quali-Spiel in Elfenbeinküste © Bild: Reuters

Nach einer Massenpanik vor dem WM-Qualifikationsspiel zwischen der Elfenbeinküste und Malawi in Abidjan sind 22 Zuschauer zu Tode gekommen. Laut BBC hätten Tausende Menschen versucht, ohne Eintrittskarten in das ausverkaufte und bereits völlig überfüllte Houphouet-Boigny-Stadion zu drängen. Eine Mauer stürzte unter dem Druck der Menge zusammen.

In den darauffolgenden Tumulten wurden mehr als 130 Menschen verletzt. Nach Berichten lokaler Medien hatte die Polizei versucht, die Menge zu beruhigen. Dabei soll auch Tränengas eingesetzt worden sein. Zu dem Unglück kam es noch vor dem Anpfiff. Dennoch fand das Spiel wie geplant statt.

In afrikanischen Fußballstadien ist es wiederholt zu Massenpaniken gekommen. Erst im September vergangenen Jahres waren im Kongo 13 Menschen ums Leben gekommen, als sich der Zorn der Fans an angeblicher Hexerei der gegnerischen Mannschaft erzürnte. Im Sudan waren im Juli 23 Menschen bei einem Fußballspiel im Gedränge getötet worden.

Reaktion von WM-Veranstalter Südafrika
Nach dem Unglück haben die Organisatoren der Weltmeisterschaft ähnliche Vorfälle für das Turnier 2010 in Südafrika ausgeschlossen. Probleme, die in Afrika oft zu einer Massenpanik führten, würden bei der WM kein Thema sein, versicherte ein Sprecher der Turnier-Organisatoren am Montag in Johannesburg.

In Afrika würden viele Fans ihre Eintrittskarten erst kurz vor Spielbeginn beim Stadion kaufen. Dabei könne die ungeduldige Menge eine Panik verursachen. Bei der WM müssten Tickets aber schon im Vorfeld gekauft werden. Menschen ohne Karten sollen bereits Kilometer vor dem Stadion gestoppt werden.

(apa/red)