210.000 Euro für den grünen Professor:
ÖVP und FPÖ toben über van der Bellen

Streit um Förderung für Wiener Uni-Beauftragten Marek: "So was Peinliches habe ich noch nie gehört"

210.000 Euro für den grünen Professor:
ÖVP und FPÖ toben über van der Bellen © Bild: APA/HOCHMUTH

Alexander van der Bellen (G), der neu bestellte Sonderbeauftragte der Stadt Wien für Universitäten, bekommt für seine Tätigkeit ein Budget in der Höhe von 210.000 Euro. Diese Summe wurde im Gemeinderatsausschuss für Kultur und Wissenschaft für das laufende Jahr beschlossen. ÖVP-Chefin Christine Marek zeigte sich im APA-Gespräch ob der Förderung erzürnt: "Eine Wählertäuschung auf derart dreiste Art lässt sich nicht schönzahlen." Auch die FPÖ empörte sich.

Gestellt hatte den Förderantrag der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF). Geführt wird die Subvention als "überplanmäßige Ausgabe".

Geld für Pesonal und Infrastruktur
Das Geld werde lediglich für Personal und Infrastruktur verwendet, versicherte die Mailath-Pokorny-Sprecherin. Van der Bellen, der trotz erfolgreichem Vorzugsstimmenwahlkampf nach der Wien-Wahl im Oktober nicht in den Gemeinderat einzog, werde seine neue Tätigkeit selbstverständlich ehrenamtlich ausüben, ergänzte David Ellensohn, Klubchef der Wiener Grünen, im APA-Gespräch. Man müsse in der Bundeshauptstadt bildungsmäßig auffangen, was die ÖVP auf Bundesebene "verschustert". Es sei eben schmerzlich für die Volkspartei, dass Rot-Grün arbeite.

Kritik von der Opposition
"So was Peinliches habe ich noch nie gehört", konterte ÖVP-Klubobfrau Marek. Hier werde versucht zu rechtfertigen, was man nicht rechtfertigen könne: "Von den 210.000 Euro haben die Unis gar nichts, das fließt nur in die Infrastruktur für den Herrn Professor." Die grüne Regierungsbeteiligung habe mit Van der Bellen ihren ersten Profiteur. Hier würden künstliche Strukturen geschaffen, um den Grünen Umsetzungskompetenz vorzugaukeln, analysierte Marek.

Kritik kam auch von der FPÖ. Klubobmann Johann Gudenus und der blaue Kultursprecher Gerald Ebinger sprachen in einer gemeinsamen Aussendung von Steuergeldverschwendung für das "Phantom des Rathauses": "Dem Professor neben einem Fantasietitel noch packelweise Geld in den Rachen zu stopfen, ist wohl der Gipfel."

SPÖ: "Zukunftsweisende Vorgabe"
Wissenschaftsstadtrat Mailath-Pokorny verteidigte in einer Aussendung die Subvention: "Die Berufung Alexander Van der Bellens zum Uni- und Forschungsbeauftragten der Stadt Wien ist eine zukunftsweisende Vorgabe des rot-grünen Koalitionsübereinkommens". Die Vernetzung der Wiener Unis sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Bundeshauptstadt nannte der Ressortchef als Beispiele für die Aufgaben der neuen Stelle.

(apa/red)

Kommentare

Gerade die blaue Partei muss natürlich wieder schreien. Parteitransfers, Parteineugründugnen, Club- und Parteiförderungen erschwindeln, aber wegen ein paar Peanuts für Bildung die Schnauze aufreißen!

Andererseits auch nachzuvollziehen: Jeder Euro, der in Bildung gesteckt wird ist ein Euro gegen die FPÖ...

Nebenbei: Gerade der Frontrottweiler Strache kann sich an politischer Integrität und Seriösität einiges von VdB abschauen... Auf der anderen Seite braucht eine dämliche Gruppe auch einen dämlichen Führer...

thunderwonder melden

blöd nur dass van der bellen diesen job ehrenamtlich macht und die 210.000 rein in den forschungsstandort wien und damit die unis fließen. dieses kleine datail wurde wohl übersehen

Kontrollorgan melden

Re: blöd nur ... so ist es. da kann sich schwarz und blau ruhig aufregen.
genau den beiden parteien haben wir die katastrophe im bereich bildung, forschung u. entwicklung zu verdanken.

melden

Re: blöd nur Bin mir allerdings nicht sicher, ob die Grünen dem Herrn Van der Bellen mit diesem Posten einen großen Gefallen getan haben. Natürlich wird er das Geld, das nach Abzug der Personal- und Sachkosten noch übrig bleibt sinnvoll einsetzen, davon bin ich überzeugt, nur ob er damit große Sprünge machen wird, wage ich zu bezweifeln und was ihm dann im Endeffekt rauskommt ist ein Vertrauensverlust bei der Bevölkerung und das wäre extrem schade.....und alles nur aus dem Grund, weil die Grünen in Wien meinen: na wenn ma schon mal ins Töpfchen greifen dürfen, dann tuma\'s auch, wurscht ob\'s wirklich was bringt oder net. Damit stellen sie sich letztendlich auf dieselbe Stufe wie alle anderen.

galileo2
galileo2 melden

der van der bellen ... ist nicht viel besser als alles anderen von rot , schwarz, blau,...kaum am Futtertrog angekommen, schon......


vielleicht sollten wir in österreich auch mal anfangen, die politiker davonzujagen, so wie jetzt die ägypter

Kontrollorgan melden

... Wenn du schon was nehmen musst, nimm Bewusstseinserweiternde Substanzen, nicht Haluzinogene :-)

melden

Schlechte Verliererin = Marek! Der lebende Offenbarungseid der Wiener ÖVP wagt es, das Wort peinlich in den Mund zu nehmen. Sie sind in der falschen Partei. Wackeln sie zur FPÖ. Die brauchen sicher noch dermassige Hirnis! Dort sind sie unter ihresgleichen.

Viennese melden

Re: Schlechte Verliererin = Marek! Wer jetzt noch die Grünen ernst nimmt, dem ist nicht zu helfen! Es ist genauso wie galileo2 sagte: kaum am Futtertrog angekommen.... Sind doch alle gleich, ein Gesindel wie das andere. Hirnis haben die Grünen genug, man braucht ja nur den Ellensohn anschauen. In Vorarlberg ist er nix geworden und in Wien reisst er den Mund auf.

Frustriert melden

Hmmmmm..... Ich habe den Artikel jetzt 3-mal gelesen. Ich finde darin viele Aufreger anderer Parteien. Ich kann aber nicht wirklich erkennen, wofür das Geld tatsächlich verwendet wird. Ist dieser Schreibstil Absicht? Ich komme immer wieder zu dem Schluss, dass dieses Geld für die Forschung verwendet wird. Ich kann nirgends den Passus finden, dass es Herrn Van der Bellen persönlich zur Verfügung steht.

melden

Re: Hmmmmm..... tut es auch nicht. Van der Bellen wusste ja angeblich bis vor Kurzem selbst noch nicht, wie sein Aufgabenbereich überhaupt definiert ist. Das Geld soll halt hauptsächlich zur Vernetzung der Wiener Unis und zum Kommunikations-und Kooperationsausbau derselben verwendet werden.

its-me melden

na bitte na bitte...... wer sagts denn..man ist sich selbstverständlich einig, dass das sein muss. also ehrlich gesagt wäre VDB noch der EINZIGE gewesen, den ich mir vorstellen hätte können zu wählen, aber jetzt.... wirds wohl doch der strache werden. soll aber keiner sagen er hätte keine chance gehabt. man kann es drehen + wenden wie man will -> es kommt einem das kotzen - wurscht bei welcher farbe. *rotekartegeb*

melden

Re: na bitte Also das müssen Sie mir bitte genauer erklären, wie sich von einer Sekunde auf die andere der Schwenk von Van der Bellen auf Strache vollziehen lässt, ohne der Gefahr einer einer längerfristigen Amnesie erlegen zu sein....ich mein, von Van der Bellen zu Faymann und dann zu Strache wäre mir noch einigermaßen verständlich gewesen, aber die Diretissima übersteigt für mich eindeutig die nachvollziehbare Logik. Das is ja ungefähr so als hätt ein Veganer plötzlich Lust auf a Schweinsstelzn im Schweizerhaus*gg*

keinbrauner melden

Re: na bitte Also ich kann nichts dabei finden. Wenn der Herr Van der Bellen schon unentgeltlich arbeitet, seine Aufwendungen werden doch bezahlt werden.
Zum Strache werden Sie schon passen. Die FPÖ Mitglieder Meischberger und Konsorten in Kärnten haben sich persönlich bereichert und dabei nicht einmal Steuern gezahlt.

bin ja bekanntlich kein Grünenliebhaber -- aber ich denke dass der Van der Bellen das Geld schon gut einsetzen wird...

melden

Wundert sich hierüber jemand? Wer grün wählt, muss sich dies leisten können? Das war doch schon immer so. Dieser multikulturelle und nationalverachtende Politikhaufen mit Tendenzen zum Linksextremismus ist bekannt für geldverbrennende Projekte, die keinen nützen außer den Grünen selbst!

melden

Re: Wundert sich hierüber jemand? lesen, denken, posten - armes österreich...

EHRENAMTLICH !

Wien_1190 melden

Re: Wundert sich hierüber jemand? Im Bezug auf Politiker wir das "Ehrenamtlich" umgeformt zu : "Amt ohne Ehre"!

Wer als Politiker behauptet man "brauche keine Auto" und sich selbst ein Auto für mehr als 40.000€ vom Steuerzahler finanzieren lässt, der ist für mich kein "Grüner" sondern ein getarnter Pröll ;)

keinbrauner melden

Re: Wundert sich hierüber jemand? Geldverbrennende Projekte kann man hauptsächlich im Umkreis der FPÖ finden, denken Sie nur an Kärntnen.

Dantine melden

Van der Bellen ist der einzige vernünftige Grüne in Wien!
Seids ihm nicht so neidisch, er setzt das geld sicher besser eine als die gesamtheit der grünen Restmannschaft!
Die ganze Partei kann gehen, wenn V.d.Bellen die Partei führen tun täten tatatet!

melden

Re: Van der Bellen Er bekommt kein Geld für seine Arbeit, er verwendet es für bildungszwecke...

christian95 melden

Erst gestern wurde der längst überflüssige ÖIAG Job, mit über 700.000 Jahresgage von der ÖVP besetzt.
Um unser Steuergeld ist diesen Typen nichts zu teuer!

melden

Re: Erst gestern wurde der längst überflüssige ÖIAG Job, jetzt 500.000
Is aber trotzdem zuviel, das stimmt.

christian95 melden

Re: Erst gestern wurde der längst überflüssige ÖIAG Job, Einkommensvergleich 1999 - 2009:

Beamte und Politiker +26%
Angestellte + 4 %
Arbeiter - 9%

melden

Re: Erst gestern wurde der längst überflüssige ÖIAG Job, lesen, denken, posten - armes österreich...

EHRENAMTLICH !

melden

Re: Erst gestern wurde der längst überflüssige ÖIAG Job, "EHRENAMTLICH"
... Der Ursprungskommentar hängt unterm falschen Artikel, aber die Antwort hat was :D

Seite 1 von 2