2006 gab es weniger Schäden durch Natur- katastrophen: Schadenssumme 34,2 Mrd. €!

Volkswirtschaftlicher Schaden 4/5 niedriger als 2005 2006 gab es "nur" rund 18.000 Katastrophen-Tote

Naturkatastrophen haben in diesem Jahr weltweit deutlich weniger Schäden angerichtet als in den vergangenen Jahren. Bis Ende Dezember beliefen sich die volkswirtschaftlichen Schäden auf 45 Milliarden Dollar (34,2 Mrd. Euro) und damit rund ein Fünftel des Vorjahreswerts, berichtete der Rückversicherer Münchener Rück in seiner jährlichen Naturkatastrophen-Schadensbilanz.

18.000 Menschen kamen in diesem Jahr durch Erdbeben, Hurrikans und andere Katastrophen ums Leben. Im Jahr 2005 waren es vor allem wegen des schweren Erdbebens in Pakistan und Indien rund 100.000. Die meisten Todesopfer forderte in diesem Jahr das schwere Erdbeben auf der indonesischen Insel Java im Mai mit mehr als 5.700 Toten.

Für den weltweiten Rückgang der Naturkatastrophen war laut Münchener Rück vor allem das Ausbleiben schwerer Hurrikans im Nordatlantik verantwortlich. Für eine Entwarnung gebe es aber keinen Anlass. "Den Klimawandel bestreitet ernsthaft eigentlich niemand mehr. Er wird langfristig zu einer höheren Zahl schwerer Naturkatastrophen beitragen", sagte der Leiter der GeoRiskiko- Forschung der Münchener Rück, Peter Höppe.

Weltweit lag der versicherte Schaden durch die Naturkatastrophen in diesem Jahr bei 15 Mrd. Dollar, nach 99 Mrd. Dollar im Vorjahr. Der versicherte Schaden liegt immer deutlich unter dem volkswirtschaftlichen Schaden, da vor allem in den Entwicklungsländern zahlreiche Menschen nicht versichert sind. So richteten tropische Wirbelstürme in diesem Jahr in Asien rund 15 Mrd. Dollar volkswirtschaftlichen Schaden an, der versicherte Schaden machte aber nur 1,5 Mrd. Dollar aus. (apa)