200.000 Österreicher leiden an Essstörung: Vor allem Frauen um die 30 Jahre betroffen

Essattacken kommen mit 47 % am häufigsten vor 35 % leiden an Ess-Brechsucht, 18 % an Magersucht

Insgesamt gibt es in Österreich etwa 200.000 Personen, die an Essstörungen leiden. Der Großteil der Patienten, die sich an Sowhat, eine Anlaufstelle für Menschen mit Essstörungen, wenden, ist weiblich, durchschnittlich 30 Jahre alt und ledig. Insgesamt leiden 47,3 Prozent der Patienten von Sowhat an Binge Eating Disorder (meist in Verbindung mit Übergewicht oder Fettleibigkeit). 34,9 Prozent sind an Bulimie erkrankt und 17, 8 Prozent an Anorexie.

200.000 Österreicher leiden an Essstörung: Vor allem Frauen um die 30 Jahre betroffen

Der Anteil der Männer liegt bei neun Prozent, davon leiden 5,2 Prozent an Bulimie (Ess-Brechsucht). Bei Anorexie (Magersucht) und Binge Eating Disorder (Störungen mit Essattacken) liegt der Anteil der betroffenen Männer bei 11,3 Prozent.

Psychotherapeutische Begleitung
Neben der medizinischen Behandlung legt Sowhat auch großen Wert auf eine psychotherapeutische Begleitung. Im Vorfeld dazu wird bei den Patienten eine psychiatrische Abklärung durchgeführt. Nach Angaben des Instituts erhalten 43,3 Prozent der Essgestörten eine oder mehrere zusätzliche Diagnosen. An erster Stelle stehen dabei mit 47,4 Prozent affektive Störungen.

Heilung ist möglich
Durchschnittlich dauert eine Behandlung bei Sowhat zwei Jahre, wobei sich die Essstörungssymptomatik sowie das Allgemeinbefinden bei einer Therapie von mehr als drei Jahren deutlich verbessert. Sowhat zieht eine positive Bilanz vom vergangen Jahr: 64,3 Prozent der Patienten schätzen die Behandlung ihrer Essstörung als sehr erfolgreich ein. (APA/red)