2. Metaller-KV-Treffen bei Herbstlohnrunde:
Arbeitnehmer wohllen 4 Prozent mehr Lohn

Erste Gesprächsrunde verlief für beide Seiten gut 160.000 Arbeiter und Angestellte davon betroffen

2. Metaller-KV-Treffen bei Herbstlohnrunde:
Arbeitnehmer wohllen 4 Prozent mehr Lohn

Heute treffen sich Arbeitgeber und Gewerkschafter der Metallindustrie zur zweiten Runde der Metaller-KV-Verhandlungen. Im vergangenen Jahr wurden 2,6 Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung von 100 Euro bei gewinnbringenden Unternehmen vereinbart. Heuer wollen die Arbeitnehmer aufgrund der boomenden Wirtschaft eine Lohnsteigerung von rund 4 Prozent. Die Arbeitgeberseite hingegen will einen weit geringeren Prozentsatz und dafür höhere Einmalzahlungen.

Das Gesprächsklima wurde bei der ersten Verhandlungsrunde als gut bezeichnet. Im Vorjahr waren vier Runden - inklusive Streikdrohung - für eine Einigung auf den Kollektivvertrag (KV) der Metaller notwendig. An Brisanz gewinnen die heurigen Verhandlungen durch eine kürzlich veröffentlichte Studie, wonach die die Kaufkraft in den vergangenen 15 Jahren in Österreich zurückgegangen ist. Dies wird von Wirtschaftswissenschaftern aber nicht auf gesunkene Löhne, sondern auf die stetig steigende Teilzeitbeschäftigung zurückgeführt. Knapp jede zweite berufstätige Frau arbeitet bereits in einem Teilzeitjob. Gleichzeitig stieg aber auch die Zahl der erwerbstätigen Frauen.

Wer gegen wen
Die Verhandlungen finden in der Wirtschaftskammer statt. Die Arbeitnehmer werden vertreten von Metaller-Chef Erich Foglar (Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung, GMTN) und Karl Proyer von der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus und Papier (GPA-DJP). Für die Arbeitgeber verhandeln Leitz-Geschäftsführer Hermann Haslauer und der Industrie-Spartenobmann der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Christoph Hinteregger. (APA/red)