2.300 wollen jetzt ihr Geld von AWD zurück:
Vor Gericht wird um 40 Millionen gestritten

mehr als 6.500 Beschwerden wegen Immofinanz Außergerichtlicher Vergleich an AWD gescheitert

2.300 wollen jetzt ihr Geld von AWD zurück:
Vor Gericht wird um 40 Millionen gestritten © Bild: APA/Barbara Gindl

Rund 2.300 mutmaßlich geschädigte Anleger nehmen an der Sammelklage des Vereins für Konsumenteninformation gegen den Finanzvertrieb AWD teil. Insgesamt beschwerten sich rund 6.500 Menschen beim VKI über die Vermittlung von Immoeast-/Immofinanz-Aktien durch AWD-Berater. Der hochgerechnete Schaden, um den jetzt vor Gericht gestritten wird, betrage mehr als 40 Mio. Euro.

Nachdem ein außergerichtlicher Vergleich im Dezember 2008 an der "Verzögerungstaktik" des AWD gescheitert sei, habe der VKI den AWD-Kunden die Beteiligung an der Sammelklage angeboten. Dieser konnten sich Personen bis Ende März anschließen. "Es überrascht uns, dass sich dieser Aktion sogar ein Drittel der Beschwerdeführer der Klage angeschlossen hat", teilte der VKI mit. In der Vergangenheit habe sich bei Sammelklagen im Durchschnitt jeweils nur ein Viertel der Geschädigten beteiligt.

Die Konsumentenschützer wollen nun die einzelnen Fälle rasch klagsreif machen. Die erste Welle der geplanten Sammelklagen soll noch im Mai oder Juni 2009 eingebracht werden. "Dabei werden wir beweisen, dass der AWD systematisch und unter Ausnutzung der Bedingungen eines Strukturvertriebs Immobilienaktien an konservative Anleger - als eine Art Ersatz für das Sparbuch - verhökert hat und dabei das typische Risiko von Aktien bewusst verschwiegen wurde", betonte der Verein. Der AWD hatte die Vorwürfe stets bestritten und die VKI-Aktion sogar als "Hexenjagd" bezeichnet.
(apa/red)