2.100 Fans schrammen an Katastrophe vorbei: Baufehler bei Paschinger Tribüne

Bolzen aus Verstrebung gerissen - Keine Sabotage Lockere Gitter: Wollten Rapidler den Platz stürmen?

Der Zwischenfall im Paschinger Waldstadion - ein Teil einer Zuschauertribüne hatte sich während des Bundesligaspiels Pasching - Rapid durchgebogen - ist auf keinen Sabotage-Akt, sondern auf einen Konstruktions- und Montagefehler zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis kam ein gerichtlich beeideter Sachverständiger. Mit den Reparaturarbeiten soll am Dienstag begonnen werden.

Das Ergebnis sei eindeutig, betonte der Sicherheitsreferent der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Markus Kitzberger, im Gespräch mit der APA. Die Tribüne bleibe bis auf weiteres geschlossen. Sie werde erst wieder geöffnet, wenn statisch nachgewiesen werden könne, dass sie gefahrlos zu betreten ist.

Die Zuschauertribüne, die laut Polizei für 2.000 Besucher zugelassen ist, war erst vor drei Jahren gebaut worden. Errichter ist eine Firma aus Niederösterreich, die nach eigenen Angaben in keinem anderen Stadion eine Tribüne montiert habe.

Ein Teil der Konstruktion hatte sich beim Match durchgebogen. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls hätten sich rund 1.500 Besucher darauf befunden, berichtete ein Polizist. Sie schwebten in Lebensgefahr, weil zwei Bolzen der Metallverstrebung abgerissen waren, und wurden aufgefordert, nicht mehr zu springen. Da Sabotage zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, nahm die Polizei unmittelbar nach Spielende die Ermittlungen auf.

In der Nacht auf Freitag war zudem ins Waldstadion eingebrochen worden. Die vorerst unbekannten Täter lockerten Schrauben eines Gitters im Besuchersektor der Rapid-Fans, zerschnitten eine Fahne und sprayten Schmähparolen an eine Wand. In diesem Zusammenhang werde weiter gegen Fans des Rekordmeisters ermittelt, so der Polizist.

(apa/red)