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19 Schüsse auf Nichte in der
Schweiz: Onkel muss in Anstalt

Feuerte mit Sturmgewehr auf junge Frau

Ein Strafgericht in Genf hat einen 50-Jährigen, der mit einem Sturmgewehr 19 Mal auf seine Nichte geschossen hatte, zur Behandlung in eine geschlossene Anstalt eingewiesen. Die Richter sprachen den Angeklagten am Dienstag des Mordversuchs schuldig und legten das Strafmaß auf fünf Jahre Haft fest. Allerdings wird die Strafe zugunsten einer stationären therapeutischen Maßnahme aufgeschoben.

Laut den Richtern war die Tat gut geplant und damit vorsätzlich. Dass die junge Frau überlebt habe, komme einem Wunder gleich. Der Mann lebte mit seiner Mutter und seiner Nichte in einer gemeinsamen Wohnung. Dort passte er der jungen Frau an einem Tag im Mai 2015 mit zwei geladenen Armeewaffen ab. Als die Nichte beim Heimkommen die Eingangstüre öffnete, feuerte der Angeklagte 19 Kugeln aus einem Sturmgewehr 90 ab. 14 Projektile trafen die Frau. An den Spätfolgen wird sie ihr Leben lang zu leiden haben.

Das Motiv blieb vage. Der Angeklagte selber konnte die Gründe für den Gewaltexzess nicht erklären. Für die Richter war die Tat einerseits durch Eifersucht und anderseits durch Angst motiviert. Der Angeklagte habe es nicht ertragen, mit anzusehen, dass seine Nichte im Begriff war, ihre Studien als Anwältin erfolgreich zu beenden und die gemeinsame Wohnung zu verlassen.

Die Richter stützten sich bei der Urteilsfindung auf zwei psychiatrische Gutachten. Diese hatten eine stark eingeschränkte Schuldfähigkeit geltend gemacht.

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