19. Bundesligarunde von

Rapid kämpft um Spitze

Trainer Peter Schöttel überlegt daheim gegen die Admira eine Systemänderung

19. Bundesligarunde - Rapid kämpft um Spitze © Bild: GEPA Pictures

Rapid kämpft heute (18.30 Uhr/live im NEWS.AT-Ticker) im Heimspiel gegen die Admira um einen erfolgreichen Abschluss des Fußball-Kalenderjahres. Mit einem Sieg gegen den Überraschungs-Aufsteiger hätte der Rekordmeister im Frühjahr alle Meister-Trümpfe in der Hand und würde eventuell sogar als Tabellenführer überwintern - allerdings nur dann, wenn die SV Ried ihr Heimspiel gegen Sturm Graz nicht gewinnt.

Auf den inoffiziellen Titel des Winterkönigs legt Rapid-Trainer Peter Schöttel ohnehin nicht viel Wert. "Es wäre vor allem für die Fans schön, wenn wir zumindest zwei Monate lang ganz oben stehen würden, aber Titelentscheidung wäre es keine", erklärte der Wiener. Sein Club ist seit acht Runden ungeschlagen, die bisher letzte Niederlage setzte es am 1. Oktober beim 3:4 auswärts gegen die Admira.

Systemänderung bei Rapid?
Zuletzt kamen die Hütteldorfer gegen den Kapfenberger SV und Wacker Innsbruck nicht über ein 0:0 hinaus, weshalb Schöttel mit einer Systemänderung spekuliert. "Das 4-2-3-1 hat uns gegen laut Papierform bessere Mannschaften geholfen, zuletzt hat es aber nicht so funktioniert." Deshalb könnte es gegen die Admira erstmals seit langem wieder ein 4-4-2 geben, deutete der 44-Jährige an.

Die Taktik allein werde jedoch für den Ausgang des Spiels nicht entscheidend sein, betonte Schöttel. "Wenn uns so wenig einfällt wie gegen Innsbruck, werden wir nicht gewinnen", warnte der Ex-Teamspieler, der allerdings eine andere Partie als bei der Nullnummer vor einer Woche erwartet. "Die Admiraner sind nicht so aggressiv in den Zweikämpfen und versuchen, vieles spielerisch zu lösen."

Respekt vor der Admira
Der Respekt Schöttels vor den Südstädtern ist trotz deren Serie von sechs sieglosen Partien in Folge nicht gesunken. "Sie hatten zuletzt nicht die Ergebnisse wie zu Beginn der Saison, doch von der Leistung her hat es keinen Abfall gegeben."

Auch Admira-Coach Dietmar Kühbauer ist von der Qualität seiner Truppe nach wie vor überzeugt. "Das Einzige, was uns derzeit fehlt, ist, dass wir unsere Leistung über die komplette Spielzeit bringen."

Dass sein Team nach den jüngsten Rückschlägen nicht mehr dermaßen stark im Rampenlicht steht wie noch vor einigen Wochen, sieht der Burgenländer nicht als Vorteil. "Deswegen ist der Druck für uns nicht kleiner. Nicht nur Rapid, auch wir haben Druck, denn wir wollen genauso oben dran bleiben."

Kühbauer will sich nicht verstecken
Gelingen soll dies mit einer frechen Spielweise. "Wir werden uns nicht hinten reinstellen", versprach Kühbauer, der die Sperre von Rapids zuletzt stärkstem Stürmer Guido Burgstaller nicht überbewerten wollte. "Er ist in guter Form, aber einfacher wird die Sache deswegen nicht für uns. Rapid hat einen riesigen Kader."

SK Rapid Wien - FC Admira
(Hanappi-Stadion, Samstag, 18.30 Uhr, SR Schörgenhofer)
Bisherige Saisonergebnisse: 2:0 (h), 3:4 (a)

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Katzer - Trimmel, Hofmann, Heikkinen, Drazan - Nuhiu, Salihi
Ersatz: Payer - Patocka, Soma, Thonhofer, Kulovits, Prager, Saurer, Alar, Gartler
Es fehlen: G. Burgstaller (gesperrt), Schrammel, Novota (beide verletzt bzw. rekonvaleszent), Prokopic (Nebenhöhlen-Operation)
Fraglich: Gartler (Leistenprobleme)

Admira: Tischler - Plassnegger, Dibon, Drescher, Auer - Seebacher, Toth, Schwab, Jezek - Ouedraogo, Hosiner
Ersatz: Berger - Schrott, Zeman, B. Schachner, Mevoungou, Sabitzer, B. Sulimani
Es fehlen: Ledezma (Vertrag aufgelöst), Palla, Windbichler, E. Sulimani (alle verletzt)