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17 Jahre nach Doppelmord in NÖ: Mutmaßlicher Tatbeteiligter gefasst

Chinese nach Ankunft am Flughafen München festgenommen

17 Jahre nach einem Doppelmord in Niederösterreich ist ein weiterer Verdächtiger in München gefasst worden. Der Chinese soll aktiv an der Bluttat im Sommer 2000 beteiligt gewesen sein, bei der zwei Landsleute - ein 25-Jähriger und dessen Freundin (19) - ermordet wurden. Hintergrund war eine Fehde innerhalb einer chinesischen Schlepperbande. Fünf von sieben Verdächtigen wurden bisher geschnappt.

Der mittlerweile 35-Jährige ließ sich nach seiner Ankunft aus Shanghai am Montag um 5.20 Uhr am Flughafen München widerstandslos festnehmen. Bisher machte der Verdächtige laut Polizei keine Angaben. Er soll nach Österreich ausgeliefert werden.

Das männliche Opfer war mit einem Hackbeil regelrecht hingerichtet worden. Der 25-Jährige wurde in der Früh des 23. August 2000 auf einem Feld nahe eines Windschutzgürtels bei Bruck an der Leitha gefunden und röchelte noch. Der Mediziner des alarmierten Notarzthubschraubers konnte jedoch wenig später nur mehr den Tod des Opfers feststellen. Die Freundin des 25-Jährigen wurde als Zeugin der Tat ebenfalls getötet. Der Frau wurde der Schädel fast komplett abgetrennt. Ein Mountainbiker fand ihre Leiche bei Leobersdorf (Bezirk Baden). Beide Opfer waren mit Klebeband gefesselt. Die Asiaten hatten sich zuvor tagelang in einer Wohnung in Wien-Ottakring in der Gewalt der späteren Täter befunden.