16-Jähriger bei Wildfütterung erstickt: Schüler in Tirol unter 300-kg-Last begraben

Junge war am Ostersonntag mit Vater unterwegs

Der Bursch war mit seinem Vater am frühen Sonntagmorgen zum Vilsalpsee in Tannheim (Bezirk Reutte) gefahren, um dort das Wild zu füttern. Während der 46-jährige Jäger die Tiere im Tal versorgte, stieg sein Sohn zu der auf 1.300 Meter gelegenen Wildfütterung auf. Dort legte er sich ins Heu unter der Materialseilbahn und schlief vermutlich ein.

Der Vater befüllte inzwischen im Tal die Transportkiste der Materialseilbahn und ließ diese zu Berg fahren. Oben angekommen, entlud sich die Kiste von selbst. Dabei wurde der junge Mann im Bereich des Oberkörpers und des Kopfes von der rund 200 bis 300 Kilo schweren Ladung begraben.

Nachdem der Vater des Burschen eine weitere Ladung Heu und Kraftfutter nach oben geschickt hatte, stieg er zur Bergstation der Materialseilbahn auf. Als er seinen Sohn unter dem Futtermittel entdeckte, befreite er ihn sofort. Er verständigte die Einsatzkräfte und versuchte den Bub bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers wiederzubeleben. Der Notarzt konnte jedoch nur noch den bereits eingetretenen Tod feststellen.
(apa)