151 Diebstähle in drei Monaten: Vier Jahre Haft für den berüchtigten "Fensterbohrer"

Gebürtiger Bosnier erbeutete knapp 48.000 Euro Mann bohrte Tür- & Fensterrahmen vieler Häuser auf

151 Diebstähle in drei Monaten: Vier Jahre Haft für den berüchtigten "Fensterbohrer" © Bild: APA/Gindl

Zu vier Jahren Haft ist ein als "Fensterbohrer" bekanntgewordener Einbrecher verurteilt worden. Die Strafe bekommt er wegen teils versuchtem, teils vollzogenem schweren gewerbsmäßigen Diebstahls. Der Angeklagte hatte 151 - teils versuchte - Diebstähle in Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich begangen und dabei insgesamt knapp 48.000 Euro Beutewert in nur drei Monaten erbeutet. Der Staatsanwalt legte Berufung ein. Das Urteil ist daher vorerst noch nicht rechtskräftig.

Der 44-jährige hatte sich voll geständig gezeigt und sich bei den Geschädigten entschuldigt. Seine deutsche Strafregisterauskunft wies acht Eintragungen auf, vier dieser Verurteilungen erfolgten wegen wiederholter massiver Diebstähle. Zuletzt verhängte das Bezirksgericht Pfäffikon in der Schweiz über den Arbeitslosen eine unbedingte Freiheitsstrafe in der Dauer von einem Jahr. Von ihm gehe keine Gefahr mehr aus, er wisse, dass er von vorn anfangen müsse, erklärte der Mann Richterin Nadja Obwieser. "Es kommt immer wieder die Zeit, wo ich ohne Geld dastehe und im Casino alles verspiele", schilderte er.

Der Bosnier hatte im Sommer 2007 in Tür- und Fensterrahmen von Wohnhäusern ein rund zehn Millimeter großes Loch gebohrt. Dadurch hatte er einen Stahldraht geführt, die Fenster und Türen entriegelt und gelangte so in die Wohnungen. Er stahl Bargeld, Dokumente, Schmuck, Wertgegenstände und Mobiltelefone. Auf Anfrage von Staatsanwalt Hermann Hofer meinte er, dass er "nahe dran war, sich zu stellen". "Der Druck durch die Medien ist zu viel geworden. Körperlich und psychisch hätte ich dem nicht mehr lange stand gehalten. Ich wollte stark sein, bin aber immer wieder ins Casino gegangen, mit der Hoffnung auf einen großen Gewinn", meinte er.

(apa/red)