Frankreich von

1.500 Feuerwehrmänner bekämpfen Großbrände im Süden Frankreichs

Lage nördlich von Marseille laut Feuerwehr "außer Kontrolle"

Waldbrände im Süden Frankreichs haben 2.700 Hektar Land verwüstet und mehrere Häuser zerstört. 1.500 Einsatzkräfte seien mobilisiert worden, um die Flammen nahe der zweitgrößten französischen Stadt Marseille zu bekämpfen, wie die dortige Feuerwehr am Mittwoch mitteilte. Die Lage sei "außer Kontrolle" geraten, hieß es in einer Erklärung.

Die Brände wüteten mit großer Kraft und breiten sich schnell aus. Das Feuer war am Nachmittag in dem etwa 30 Kilometer nördlich von Marseille gelegenen Stadt Vitrolles ausgebrochen. Etwa tausend Einwohner von Vitrolles mussten nach Angaben der Stadtverwaltung ihre Häuser verlassen. Weitere 6.000 bis 8.000 seien von den Flammen bedroht. "Das Feuer ist überall, es ist unkontrollierbar", sagte ein Polizist am Abend in Vitrolles. Die Feuerwehr berichtete von einem Verletzten in der Ortschaft Rognac.

Innenminister Bernard Cazeneuve besuchte am Abend die Einsatzzentrale in Aix-en-Provence. Es werde "alles getan, damit das Feuer nicht auf die Städte übergreift, insbesondere nicht auf Marseille", sagte er. Der Brandgeruch war in der Nacht auf Donnerstag in Marseille bereits wahrnehmbar.

Kommentare