15 Leichen in Mauretanien angeschwemmt: Vermutlich am Weg zu Kanaren gekentert

Im August mehr als 4.800 Flüchtlinge gestorben

An der Küste von Mauretanien sind 15 Leichen entdeckt worden, bei denen es sich vermutlich um Flüchtlinge handelt. Die Polizei ging davon aus, dass die Menschen auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln waren, als ihr Boot kenterte, wie ein Polizeisprecher mitteilten.

Laut spanischen Angaben kamen allein in den ersten drei August-Wochen mehr als 4.800 Flüchtlinge in Spanien an, die meisten von ihnen aus Ländern südlich der Sahara. Auf den Kanaren trafen seit Jahresbeginn mehr als 18.300 Menschen ein, so viele wie nie zuvor. Jedes Jahr kommen mehrere hundert afrikanische Flüchtlinge bei dem Versuch ums Leben, über den Atlantik nach Europa zu gelangen.

92 illegale Einwanderer in Griechenland aufgegriffen
Die griechische Küstenwache hat in den vergangenen zwei Tagen insgesamt 92 illegale Einwanderer aufgegriffen. Am Montag wurden auf der kleinen Ostägäisinsel Psara 33 Einwanderer entdeckt. Weitere 15 Zuwanderer wurden nach Medienberichten auf der Felseninsel Farmakonissi nahe der Dodekannesinsel Leros aufgegriffen.

Die aus verschiedenen Ländern des Nahen Ostens stammenden Menschen hätten nach eigenen Angaben je 300 Euro an Schlepper in der Türkei für die Überfahrt von der türkischen Ägäisküste gezahlt, berichtete der staatliche griechische Rundfunk. Von den Schleppern fehlte jedoch jede Spur. Bereits am Sonntag waren 44 illegale Einwanderer an Bord eines Bootes auf der Insel Samos angekommen.
(apa)