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Tiroler Polizei geht 15 Jahre altem Mordfall nach

Verschwundener Armreif sowie Uhr sollen helfen, Mord an 62-jähriger Ex-Lehrerin zu klären

Ein ungeklärter Mordfall aus dem Jahr 2003 beschäftigt erneut die Tiroler Polizei: Eine 62-jährige ehemalige Lehrerin war damals mit Strangulierungsmerkmalen am Hals tot in ihrer Innsbrucker Wohnung entdeckt worden. Nun konnte das Landeskriminalamt ermitteln, dass aus der Wohnung auch ein Armreif sowie eine goldene Uhr verschwanden.

Der aus Granatgold angefertigte Armreif war vom Opfer in einem Schmuckgeschäft gekauft worden. Nach Veröffentlichung der beiden Wertgegenstände gingen bisher zwei Hinweise ein, sagte LKA-Ermittler Ernst Kranebitter der APA. In einem der beiden Fälle habe es geheißen, eine Frau könne eine Aussage machen. Die Person müsse aber erst ausgeforscht werden, so der Ermittler. Der zweite Hinweis sei aus dem Ausland gekommen und betreffe eines der beiden Schmückstücke. Diesem Hinweis müsse noch genauer nachgegangen werden. Nähere Angaben wollte der LKA-Beamte nicht machen. Die Tochter der Toten hatte die Polizei über das Fehlen von Armreif und Uhr informiert.

Die verschwundenen Gegenstände hätten jedenfalls wieder "Bewegung" in den Fall gebracht, meinte Kranebitter. Seit Anfang 2017 werde bereits wieder ermittelt, nachdem ein weiterer Hinweis eingegangen war, der aber letztlich zu keinem Ergebnis geführt habe. Auch im Hinblick auf DNA-Spuren wurde der Fall neu aufgerollt - jedoch ohne Erfolg. Zudem wurden 30 Personen teilweise erneut oder erstmals befragt.

Die Leiche der pensionierten Lehrerin war am 3. Oktober 2003 von zwei Studenten entdeckt worden. Die Geschwister wollten eine von mehreren Wohnungen besichtigen, die die 62-Jährige bevorzugt an Studenten vermietete. Laut den Ermittlern gab die ehemalige Professorin auch häufig Nachhilfestunden in ihrer Wohnung.

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