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15-Jähriger nach sexueller Belästigung bei oö. Volksfest angeklagt

Diversion in weiterem Fall - Bei 15 Anzeigen kam es nicht zur Anklage

Ein 15-Jähriger ist nun wegen sexueller Belästigung angeklagt worden, nachdem es im September am Welser Volksfest zu mehreren Übergriffen gekommen sein soll. Dem jungen Afghanen wird vorgeworfen, einem Opfer zwischen die Beine in den Intimbereich und einem weiteren auf das Gesäß gefasst zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Wels am Freitag in einer Presseaussendung mit.

Ein Termin für die Verhandlung stand noch nicht fest, dem 15-Jährigen droht eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten. Ein weiterer Fall wurde bereits mittels Diversion erledigt, dieser Beschuldigte soll ebenfalls einer Frau auf das Gesäß gegriffen haben. Insgesamt waren nach dem Volksfest noch weitere 15 Anzeigen ähnlichen Inhalts eingegangen. Die Ermittlungen, insbesondere gegen zwei weitere Verdächtige, mussten aber eingestellt werden, weil die Opfer die mutmaßlichen Täter nicht ausreichend identifizieren konnten, hieß es.

Drei Frauen hatten sofort Anzeige erstattet, nachdem sie in der Nacht auf den 3. September in einer Halle, in der sich mehrere Lokale befanden, im dichten Gedränge von Männern begrapscht worden waren. Die Opfer berichteten, die Täter hätten sie festgehalten und ihnen zwischen die Beine gegriffen. Die Polizei ging bereits zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass es mehr Betroffene gibt. Fünf weitere hatten sich noch am Wochenende gemeldet, die restlichen Opfer erstatteten in den darauffolgenden Tagen Anzeige.

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