Niederösterreich von

Untersuchungshaft über
14-Jährigen verlängert

Landesgericht sieht Flucht- und Tatbegehungsgefahr - Anklageschrift bis 2. März

Symbolbild Handschellen © Bild: Thinkstock

Ein terrorverdächtiger 14-jähriger aus Niederösterreich bleibt weiterhin in Untersuchungshaft. Es bestehe Flucht- und Tatbegehungsgefahr, teilte Andrea Humer, Vizepräsidentin des Landesgerichts St. Pölten am Freitagvormittag mit. Die U-Haft gelte nun bis 2. März, sollte bis dahin nicht von der Staatsanwaltschaft die Anklageschrift fertiggestellt worden sein, so Humer.

Der 14-Jährige war erstmals im Herbst 2014 festgenommen worden. Zuvor war die zunehmende Radikalisierung des Burschen durch Aussagen und Verhaltensweisen aufgefallen. Er soll sich u.a. im Internet kundig gemacht haben, wie man unkonventionelle Sprengvorrichtungen bauen könne, und sich mit dem Wiener Westbahnhof als möglichem Ziel beschäftigt haben.

Nach einer Haftprüfung wurde der 14-Jährige Mitte November - unter Auflagen wie Bewährungshilfe, Schulbesuch und psychologischer Betreuung - enthaftet. Er musste außerdem seinen Pass abgeben und sich regelmäßig bei der Polizei melden. Am 13. Jänner tauchte der Jugendliche plötzlich unter. Nachdem er von der Schule nicht heimgekommen war, erstattete seine Mutter die Abgängigkeitsanzeige. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete in der Folge die Festnahme an. Schließlich wurde der 14-Jährige am 16. Jänner in Wien-Mariahilf aufgespürt und erneut festgenommen. Seitdem befindet er sich in der Justizanstalt St. Pölten in U-Haft.

Kommentare

Annforever melden

Dazu sollte man sich mal im Standard Forum umsehen, wo eine Menge User meinen dem armen Kind wird Unrecht getan. Jenen und allen Zweiflern würde ich gerne mal den unterschied zwischen krimineller Energie und verpatzter Kindheit näher bringen, indem sie mit diesem " Terroristen " eine Woche verbringen müssen.

christian95 melden

.. und an unseren Universitäten (die Elite von Morgen) werden solche radikale Studenten wie sie gestern Wien erlebt hat, hervorgebracht.
Da stimmt doch etwas nicht im Bildungssystem und in der Gesellschaft!
Das gewählte Parlament wird sogar als "Nazis" bezeichnet....

Oberon
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Das war aber auch schon Zeit, dass sich die Justiz dazu überwunden hat und den (mutmaßlichen) Terroristen in Haft nimmt. Hoffentlich findet sich niemand, der Mitleid mit diesem Bürschchen hat! Ehrlich gesagt würde es mich nicht wundern, da sperrt man lieber säumige Parksünder ein, da tut man sich halt leichter.

Aus naheliegendem Grund kein weiterführender Kommentar.

christian95 melden

Gestern haben uns linke "Gutmenschen" erklärt: "Im Gefängnis wird man noch radikaler". News hat ihnen auch einen Artikel gewidmet.

Oberon
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Es würde mich sehr interessieren, ob diese grundgütigen Gutmenschen einen Terroristen in IHREM Haus dulden würden?! Wahrscheinlich nicht, WIR aber schon. Unsere Toleranz ist bereits überbeansprucht und bald geht nichts mehr.
Es fehlt noch, dass man unsereinem die Schuld für das radikale Verhalten einiger Moslems gibt, das wäre dann die Krönung.

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