13 Türkische Soldaten von PKK getötet:
Schweres Gefecht mit kurdischen Rebellen

Ministerpäsident Erdogan will "bis zum Ende" kämpfen Kurdische Rebellen unterhalten Stützpunkte im Irak

13 Türkische Soldaten von PKK getötet:
Schweres Gefecht mit kurdischen Rebellen

Bei Gefechten zwischen der türkischen Armee und der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Grenzgebiet zum Irak sind 13 Soldaten getötet worden. Wie die türkische Armee mitteilte, versuchten Militäreinheiten, eine Flucht der kurdischen Rebellen über die Grenze zu verhindern. Die Kämpfe ereigneten sich in der mehrheitlich von Kurden bewohnten südosttürkischen Provinz Sirnak.

Dessen Gouverneur hatte zuvor den Tod eines PKK-Kämpfers bei Gefechten mit der türkischen Armee am Cudi-Berg gemeldet. Die von Ankara, den USA und der Europäischen Union als terroristisch eingestufte PKK, die Stützpunkte im Nordirak unterhält, hat seit Jahresbeginn ihre Aktivitäten in der Region erhöht. Die türkische Armee startete vor einigen Wochen eine Offensive gegen die Rebellen.

Ministerpräsident Erdogan kündigte eine Kabinettsdebatte über Terrorismus sowie die Einberufung des Obersten Rats für den Anti-Terror-Kampf an. Der Kampf werde "bis zum Ende" gehen, sagte er laut Nachrichtenagentur Anadolu. Über den Beitrag der irakischen Regierung und der im Irak stationierten US-Truppen werde er kommenden Monat mit US-Präsident Bush in den USA sprechen.

Präsident Gül warnte die Extremisten vor einer Reaktion der Sicherheitskräfte. Die "Schöpfer und Anhänger des Terrorismus" sollten wissen, dass keine Macht gegen die Entschlossenheit des türkischen Staates ankomme, seine unteilbare Integrität zu verteidigen, erklärte Gül laut der Agentur Anatolien.

Die türkische Armee verlangt seit Monaten, die PKK-Guerilla auch auf irakischem Territorium verfolgen zu können. Die PKK kämpft seit fast drei Jahrzehnten für mehr Autonomie in den Kurdengebieten.

(apa/red)