13 Jahre Haft wegen sexuellen Missbrauchs:
Mann verging sich jahrelang an Nichte

Vorarlberg: Noch weitere Opfer vermutet 46-Jähriger war bereits 23-fach vorbestraft

13 Jahre Haft wegen sexuellen Missbrauchs:
Mann verging sich jahrelang an Nichte © Bild: APA/Eggenberger

Zu 13 Jahren Haft ist ein 46-jähriger Vorarlberger in Feldkirch verurteilt worden. Die Geschworenen befanden ihn einstimmig für schuldig, seine heute 21-jährige Nichte ab dem vierten Lebensjahr jahrelang sexuell missbraucht zu haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Wie herausstellte, könnte sich der Mann noch an weiteren Opfern vergangen haben. Untersuchungen werden eingeleitet.

Der Angeklagte soll mit seiner Nichte ab dem zehnten Lebensjahr auch Geschlechtsverkehr gehabt haben. Die Übergriffe hörten angeblich erst vor vier Jahren auf, als das Mädchen 17 Jahre alt war. Unterbrochen wurden die Missbrauchsphasen durch Haftstrafen des 46-Jährigen. Der Mann ist 23-fach vorbestraft und saß immer wieder im Gefängnis. Vor Gericht leugnete der Mann die Taten und beteuerte seine Unschuld.

Anzeige erst nach jahrelangen Martyrium
Angezeigt hat die 21-Jährige ihren Onkel erst im Juni 2008, dabei wurde sie von ihrem Freund unterstützt. Dem Freund gegenüber hatte der Angeklagte in einem Streit angeblich entgegnet, dass er mit der Nichte schon viel früher Geschlechtsverkehr gehabt habe als er.

Die Geschworenen befanden den Angeklagten der "Unzucht mit Unmündigen" und des "Schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen" einstimmig für schuldig. Erschwerend wirkten sich die Vielzahl der Übergriffe und die Vorstrafen aus, als mildernd wurde gewertet, dass die Missbrauchsfälle bereits einige Jahre zurückliegen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Wie sich im Laufe des Prozesses herausstellte, könnte sich der Mann noch an weiteren Opfern vergangen haben. Entsprechende Untersuchungen werden eingeleitet. Um das Opfer zu schützen, fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die mehr als einstündige Aussage der 21-Jährigen wurde aufgezeichnet und den Geschworenen im Gerichtssaal vorgeführt.
(apa/red)