100 Kilo Elend und zwei Schlaganfälle: NEWS über den ehemaligen Star Phettberg

Zu einem tristen Sozialhilfeempfänger verkommen

100 Kilo Elend und zwei Schlaganfälle: NEWS über den ehemaligen Star Phettberg

Hermes Phettberg war einst mit seiner "Nette-Leit-Show", Shootingstar des ORF, heute ist er Sozialhilfeempfänger. Zwei Schlaganfälle vermehren sein Elend.

Jene Glanzzeiten, da man ihn als Talk-Koryphäe feierte, als "Glücksfall für den ORF", als "Weinviertler Antwort auf Gottschalk und Co", sind längst verwichen. Die legendäre "Nette-Leit-Show", die er zusammen mit Regisseur Kurt Palm in der Mitte der Neunzigerjahre auf die Beine stellte und die dem ORF noch um Mitternacht 250.000 begeisterte Seher bescherte, ist eben auch schon eine Dekade her. Hermes Phettberg, der Koloss von Gumpendorf, ist zu einem tristen Sozialhilfeempfänger verkommen. Ohne Eierlikör oder Frucade.

Endlich in Rehab
Nun jedoch hat das Schicksal erneut zugeschlagen. Zwei Schlaganfälle haben ihn in eine Klinik für Neurologie auf der Laßnitzhöhe in der Steiermark gebracht. Nach heftigen Interventionen von Patientenanwalt Werner Vogt und Kurt Palm ist seinem gequälten, von 150 auf 100 Kilo reduzierten Körper endlich eine Rehab gegönnt. NEWS hat den Unglücklichen noch zuvor besucht.

Doppeltes Schicksal
Der erste Schlag traf ihn bereits im Oktober des Vorjahrs. Man war eben bei seiner Sozialhilfereferentin auf der Bezirksstelle in Gumpendorf vorstellig, da wollten seine Augen nicht mehr. Er sah alles doppelt und dreifach. Frau Stiefsohn ließ ihn aus der Amtsstube sofort ins Wilhelminenspital einliefern, wo ein Schlaganfall konstatiert und behandelt wurde. Nach einem Monat landete Phettberg samt einem Berg von Medikamenten wieder zuhause. Dort war der Patient weiterhin seiner Fresssucht, seinem Elend, seiner Einsamkeit, seinem Diabetes, seinen Schwindelgefühlen, seiner Kotzerei überlassen.

Mitte Jänner brach der Gequälte in seiner Wohnung erneut zusammen. Drei Tage lag er bewusstlos auf dem Zimmerboden. Inmitten seines Kots und Erbrochenen. Als er zu sich kam, rief er seinen Freund und Lebensmenschen Kurt Palm zu Hilfe. Der Regisseur, der sich mittlerweile als glückloser Anwärter auf ein kommunistisches Mandat, als Filmer, Schriftsteller und Kolumnist im "Standard" einen Namen gemacht hat, war sofort zur Stelle, sorgte für Phettbergs Transport ins Kaiser-Franz-Josef-Spital.

Phettberg, dem die Schlaganfälle nur an seiner verlangsamten Sprechweise anzumerken sind, ist sich sicher: "Ich bin zu gut für diese Welt." Treuherzig hofft er "auf das erste schwule Ehrengrab der Stadt Wien".

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