10 Jahre 9/11 von

Gedenken an Terror-Opfer

Höhepunkt am Sonntag war eine Zeremonie am Ground Zero in New York

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    George W. Bush, Michelle Obama und Barack Obama während der Gedenkfeierlichkeiten

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    Polizisten vor dem Mahnmal

Die USA haben der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht. Höhepunkt am Sonntag war eine Zeremonie am Ground Zero in New York, wo die Namen aller 2.977 Toten verlesen wurden. Sechs Schweigeminuten markierten die schlimmsten Augenblicke der Terrorangriffe von 2001. Präsident Obama unterstrich, die Attentäter seien mit dem Versuch gescheitert, das Land zu einem schlechteren Ort zu machen.

Es gebe in den USA weiter freie Märkte, das Recht auf freie Meinungsäußerung und Religionsfreiheit. "Wir sind nicht dem Argwohn und Misstrauen erlegen", sagte er. Am 12. September 2001 wachten wir in einer Welt auf, in der das Böse näher war und Unsicherheit unsere Zukunft trübte", sagte Obama. Aber heute seien die Amerikaner durch diese Erfahrung stärker als zuvor.

Damals hatten islamistische Terroristen vier Passagierflugzeuge entführt. Mit zwei Jets legten sie die Zwillingstürme des World Trade Center in Schutt und Asche. Einer flog ins Pentagon bei Washington, der vierte stürzte im Bundesstaat Pennsylvania ab.

Eröffnung des Gedenkparks
Im Schatten des neuentstehenden gewaltigen Büroturms "1 WTC" wurde vorerst für Angehörige ein Gedenkpark eröffnet. Kern sind zwei quadratische Becken an den Stellen, an denen die Zwillingstürme standen. An ihren 60 Meter langen Kanten stürzt Wasser fast zehn Meter in die Tiefe. An den Rändern sind die Namen der 2.977 Opfer eingraviert sowie die Namen von sechs weiteren Menschen, die bei einem ersten islamistischen Anschlag auf den Komplex 1993 starben.

Rede Obamas
Obama bekräftige in seiner Rede am Abend, die nach dem 11. September begonnenen US-Kriege im Irak und in Afghanistan beenden zu wollen. "Diese vergangenen zehn Jahre haben Amerikas Entschlossenheit gezeigt, seine Bürger zu verteidigen." Zwei Millionen Amerikaner seien seit den Terroranschlägen dafür in den Krieg in fremde Länder gezogen. Sie hätten bewiesen, dass niemand den USA einen Schaden zufügen könne, ohne dafür bestraft zu werden.

"Aber ein Krieg an sich ist nicht glorreich", sagte Obama weiter. Die Stärke der USA werde auch daran gemessen, ob sie ihr Versprechen einhalten können, diese Länder freien Völkern und souveränen Staaten zu überlassen. "Und in unserem Verlangen, uns von einer Dekade des Krieges in eine Zukunft des Friedens zu bewegen." Eine Maßgabe seines Vorgängers Bush gelte ohnehin weiter: "Die USA werden niemals einen Krieg gegen den Islam oder irgendeine Religion führen."

Weiterführender Link:
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