1,5 Prozent weniger Nächtigungen in Wien:
Ersten Negativwert seit fast zwei Jahren

"Nur" 483.000 registrierte Übernachtungen im Jänner Trotzdem weißt Hotellerie 2006 Umsatzrekord auf

1,5 Prozent weniger Nächtigungen in Wien:
Ersten Negativwert seit fast zwei Jahren

Der Wiener Tourismus musste im Jänner einen leichten Rückgang bei den Gästenächtigungen verbuchen. Man blieb mit 483.000 registrierten Nächtigungen um 1,5 Prozent unter dem Rekord-Jänner 2006. Die ist der erste Negativ-Wert für den Tourismusverband seit April 2005. Erfreulich sind dagegen die Umsatzzahlen der Hotellerie, die nun für das Gesamtjahr 2006 vorliegen.

Beim Tourismusverband gab man sich auf APA-Anfrage keineswegs beunruhigt. Die vergangenen vier Jahre seien allesamt Rekordjahre gewesen, so Sprecherin Vera Schweder: "Man ist derartig verwöhnt, sollte aber nicht vergessen, dass es nie permanent bergauf geht." Bis zum Jahr 2010 wolle man 10 Mio. Gästenächtigungen als Jahreswert erreichen, und schon 2006 sei man auf 9,4 Mio. gekommen: "Es ist wie im Hochleistungssport. Die letzten paar Meter oder Zentimeter sind die härtesten."

Österreich und GUS
Zum heurigen Jänner-Ergebnis haben unter den Hauptherkunftsländern des Wien-Tourismus vor allem Österreich und die GUS mit beträchtlichen Nächtigungszuwächsen beigetragen. Auch die USA, Großbritannien, die Schweiz und Frankreich lieferten mit verstärktem Aufkommen positive Beiträge, so der Wien-Tourismus in einer Pressemitteilung.

42 Prozent Auslastung
Diese konnten allerdings Rückgänge aus Deutschland, Italien, Japan und Spanien nicht gänzlich wettmachen, was die Beherbergungsbetriebe aller Kategorien mit Ausnahme der Drei-Sterne-Häuser zu spüren bekamen. Die durchschnittliche Bettenauslastung der Wiener Hotellerie im ersten Monat des heurigen Jahres betrug 36,3 Prozent (Jänner 2006: 37,7 Prozent), was einer Zimmerauslastung von rund 42 Prozent entspricht.

Die Gesamtumsätze
Zum Jahr 2006 sind mittlerweile auch die gesamten Netto-Nächtigungsumsätze der Hotellerie ausgewertet. Sie machen in Summe den Rekordwert von 397 Mio. Euro aus und haben sich, so der Tourismusverband, mit einem Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vergleichswert 2005 noch dynamischer entwickelt als die Nächtigungen. (apa/red)