"1.000 Mal nein": FPÖ-Chef Strache schließt Zusammenschluss mit BZÖ kategorisch aus!

Bringt zu "Sommergespräch" eidesstattliche Erklärung FPÖ-Chef denkt laut über Austritt aus der EU nach

"1.000 Mal nein": FPÖ-Chef Strache schließt Zusammenschluss mit BZÖ kategorisch aus!

FPÖ-Obmann Heinz-Christian-Strache hat neuerlich einen Zusammenschluss mit dem BZÖ ausgeschlossen. "Mit diesen Menschen, die Schulden hinterlassen haben ... 1.000 Mal nein, keine Vereinigung", sagte Strache im ORF-"Sommergespräch" mit ORF-Informationsdirektor Elmar Oberhauser und dem Herausgeber der Tageszeitung "Österreich", Wolfgang Fellner, das am Weißensee in Kärnten aufgezeichnet wurde, weil "Kärnten eine bodenständige Heimatpartei braucht".

"Ich gebe eine eidesstattliche Erklärung ab, wonach ich keinerlei Plattform mit dem BZÖ eingehe und selbstverständlich auch in Kärnten antreten werde", betonte der FPÖ-Obmann und präsentierte gleich vor laufender Kamera die - laut seinen Angaben notariell beglaubigte - Erklärung.

"Strache hat Steherqualitäten"
In Richtung seines früheren Parteifreundes und jetzigen Intimfeindes, des Kärntner Landeshauptmannes sagte der FPÖ-Chef: "H.-C. Strache hat, was Haider nicht hat - Steherqualitäten." Neuerlich schloss Strache aber nicht aus, dass die FPÖ Haider als Landeshauptmann in Kärnten ermöglichen könnte: "Ich werde nach der Kärntner Wahl mit allen reden, weil das in einer Demokratie notwendig ist."

In der Ausländerpolitik will Strache weiter einen restriktiveren Kurs verfolgen. "Wer straffällig geworden ist, soll abgeschoben werden. Es gibt keine ausländerfeindlichen Parolen. Wir sprechen an, dass es in den vergangenen 20 Jahren Fehlentwicklungen gegeben hat", sagte Strache. "Die Österreicher kriegen weniger Kinder, weil sie es sich nicht mehr leisten können, das Geld wurde nämlich für die Zuwanderer ausgegeben."

Weiteres Thema waren auch die angeblichen Wehrsportübungen Straches. Der FPÖ-Chef betonte neuerlich, niemals an solchen teilgenommen zu haben. Die Frage, ob er Mitglied bei der Wiking-Jugend gewesen sei, verneinte Strache entschieden.

FPÖ-Chef denkt über EU-Austritt nach
Der FPÖ-Chef bekräftigte auch seine Forderung nach einer Volksabstimmung über die neue EU-Verfassung: "Wir wollen unsere Souveränität in Österreich sicherstellen. Wenn die EU nicht funktioniert ... zu zentralistisch, zu undemokratisch ... kann am Ende das Szenario stehen, wo man ernsthaft über Austritt aus der EU nachdenken muss."

Über die FPÖ-Finanzen meint der Parteiobmann: "Wir sind nicht pleite, sonst hätten wir Konkurs angemeldet."

Bereits unmittelbar nach Ende der Aufzeichnung des Gesprächs erklärte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl Strache zum "klaren Punktesieger". Er habe die "An- und Untergriffe" Oberhausers und Fellners "souverän" gekontert. Insbesondere gegen Fellner ließ Kickl in der Aussendung eine wahre Schimpfkanonade los.

(apa/red)