0:0 gegen Rubin Kasan reicht: Rapid steigt
durch UI-Cup in UEFA-Cup-Qualifikation auf

3:1 von Wien genügt Hütteldorfern gegen Russen Kasan schwächte sich durch Rot für Sibaya selbst

0:0 gegen Rubin Kasan reicht: Rapid steigt
durch UI-Cup in UEFA-Cup-Qualifikation auf

Der SK Rapid Wien hat die Hürde Rubin Kasan in der dritten UI-Cup-Runde genommen und den Einzug in die 2. UEFA-Cup-Quali-Runde unter Dach und Fach gebracht. Nach einem 3:1 in Wien reichte den Grün-Weißen vor 15.000 Zuschauern in Kasan ein torloses Remis, um ihre makellose Bilanz gegen russische Clubs (acht K.o.-Duelle, achtmal Aufstieg) aufrecht zu erhalten. Kasan schwächte sich wie in Wien nach einer Stunde durch einen Ausschluss von Sibaya wegen einer Tätlichkeit selbst.

Damit könnten bis zu vier österreichische Teams im Teilnehmerfeld für die am 3. August in Nyon über die Bühne gehende Auslosung für die 2. Quali-Runde dabei sein. Neben Rapid und Austria würden auch die SV Ried und der SV Mattersburg bei Erfolgen über Neftschi Baku bzw. Aktobe Lento im Rennen um den Aufstieg in die 1. Hauptrunde stehen.

Nach dem Erfolg in Wien setzte Rapid-Coach Peter Pacult in Russland auf ein dichtes Abwehrnetz, das den Zwei-Tore-Vorsprung von Beginn weg mit Mann und Maus verteidigte. Die Russen fanden nur selten ein Rezept. Kasan, im Gegensatz zum Hinspiel mit Spielmacher Gatskan, dominierte zwar die Partie und fand per Kurzpassspiel vor allem über den linken Flügel immer gefährlich den Weg in Strafraumnähe, dort war jedoch zumeist Endstation.

Außenverteidiger Narde fand mit einem Gewaltschuss aus 30 Metern (9.) sowie einem Versuch von der Strafraumgrenze (31.) jeweils in Payer seinen Meister, ein Kopfball von Bajramow (26.) war zu unplatziert. Die Wiener, die viele gewonnene Bälle im Mittelfeld oft leichtfertig verschenkten, kamen vor rund hundert mitgereisten Fans in der gesamten ersten Spielhälfte zu keinem Torschuss.

Auch nach Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts an der drückenden Überlegenheit der Russen, denen Rapid jedoch eine sattelfeste Defensive samt eines schier unbezwingbaren Payer entgegensetzte. Der Rapid-Goalie rettete seinem Team nach einem Bajramow-Kopfball (58.) die Null, die Wiener hatten zuvor durch Hofmann (52./nach Solo neben Tor) den ersten Warnschuss abgegeben.

In einer Parallele zum Hinspiel schwächten sich die Russen nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit selbst, als Mittelfeldspieler Sibaya nach einem Schlag ins Gesicht des eingewechselten Korkmaz die Rote Karte (66.) sah. Schon in Wien hatte Kasan mit den Verteidigern Gabriel und Salukvadze zwei Akteure durch Ausschlüsse verloren. Die Mannschaft von Trainer Kurban Berdijew schien in Folge moralisch am Boden und fand bis auf einen Budilin-Schuss (87.) keine Chance mehr vor. Rapid schaffte es ohne große Mühe, die Nullnummer über die Zeit zu spielen und kassierte damit erstmals in dieser Saison in einem Pflichtspiel keinen Gegentreffer.

(apa/red)