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Zwei von Taliban in Afghanistan entführte Professoren bitten um Hilfe

Australier und US-Amerikaner appellierten an ihre Regierungen

Die radikalislamischen Taliban haben ein neues Video von zwei ihrer internationalen Gefangenen in Afghanistan veröffentlicht. In dem in der Nacht auf Donnerstag vom Chef der Multimediaabteilung der Taliban, Asad Afghan, per Twitter verbreiteten Film bitten der Australier Timothy Weeks und der US-Amerikaner Kevin King ihre Regierungschefs um Verhandlungen mit Taliban und der afghanischen Regierung.

Damit sie nach Hause gehen könnten, müssten Talibankämpfer freigelassen werden, die auf dem US-Stützpunkt in Bagram und im Kabuler Pul-e Charkhi-Gefängnis festgehaltenen werden. Die beiden Männer, die als Lehrer an der Amerikanischen Universität in Kabul gearbeitet hatten, waren im August entführt worden. Eine erste Videoaufnahme von ihnen mit ähnlichem Inhalt war im Jänner aufgetaucht. Sie würden gut und als Gäste behandelt, sagte Weeks, der gesund und gepflegt aussah. Kevin King wirkte schwach und unfokussiert, mit einem wirren langen Bart.

Die Taliban halten außerdem weiter die US-Amerikanerin Caitlin Coleman und den Kanadier Joshua Boyle gefangen. Das Paar war 2012 während einer Wanderung in Afghanistan entführt worden. Coleman hat in Gefangenschaft zwei Kinder geboren.

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