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Heinz Cibulka

Eine bedeutende Werkgruppe des Künstlers Heinz Cibulka ist in der Ausstellung „Stadtquartette“ erstmals vereinigt: Zu sehen sind 13 Bildgedicht-Zyklen, die jeweils einer bestimmten Stadt bzw. einem Stadtteil gewidmet sind. Er fotografierte etwa in Wien, Berlin, Rom, Moskau, Neapel, Antwerpen, Peking, Warschau, New York, Tokio und Mexiko City. Das städtische Erfahrungsfeld wird damit als ein Leitmotiv Cibulkas fassbar, das rund vier Jahrzehnte seines Schaffens umspannt. Bislang wurde seine künstlerische Arbeit primär mit dem ländlichen Raum assoziiert, mit dem er sich in frühen Bildgedichten, Performances und Materialbildern auseinandersetzte. Aus dem Korpus seiner Bildgedichte sind vor allem die 1983 unter dem Titel „Land-Alphabete“ zusammengefassten bekannt. In ihnen widmet sich Cibulka Existenziellem – „Töten, Fressen, Zeugen, Gebären“ – im Alltag von Landwirtschaft und Weinbau. Insgesamt schuf Cibulka bisher rund 65 Bildgedichtzyklen, mit zirka 1550 Bildgedichten und über 6000 eingesetzten Aufnahmen.

