Banken

vonDaniel Steinlechner
Mittwoch, 11. Juli 2012

Wissenswertes zu IBAN und BIC

  • 2013 ersetzen BIC und IBAN, Kontonummer und Bankleitzahl. Wir erklären die Änderung.
Banken • Wissenswertes zu IBAN und BIC
 

Für viele Bankkunden sind die Begriffe BIC und IBAN ein Buch mit sieben Siegeln. Die langen Ziffernkolonnen, die schrittweise Kontonummer und Bankleitzahl ersetzen sollen, sind nur sehr schwer erlernbar. Außerdem sind die Zahlen den meisten Bankkunden noch nicht vertraut und viele sind sich unsicher, wie sie mit den Zahlenreihen umgehen sollen. Deshalb erklärt NEWS.AT im Folgenden alles Wesentliche zum Thema.

Noch haben die Kunden der heimischen Kreditinstitute eine Galgenfrist, aber spätestens ab 2013 muss man sich an BIC und IBAN gewöhnen. Denn dann ersetzen sie Kontonummer und Bankleitzahl, während vorerst noch beide Systeme verwendet werden können. Besonders angenehm ist es nicht, gewohnte Routinen plötzlich nicht mehr anwenden zu können, aber der Hintergrund für die Einführung von IBAN und BIC ist ein grundvernünftiger.

Europäischer Zahlungsraum
Das Ziel hinter der Einführung war es die Auftragsabwicklung im europäischen Zahlungsverkehr zu vereinheitlichen, um so raschere, günstigere und weniger fehleranfällige Auslandsüberweisungen zu ermöglichen. BIC und IBAN gelten für den gesamten SEPA(Single European Payment Area)-Raum, der neben allen EU-Ländern auch Monaco, Lichtenstein, Island, Norwegen und die Schweiz umfasst.

Wofür steht IBAN?
IBAN steht für International Bank Account Number und dient der international einheitlichen Darstellung einer Bankverbindung. Er setzt sich aus Länderkennzeichen, Prüfziffer, Bank-Identifikation und Kontonummer zusammen. Bei uns in Österreich besteht der IBAN immer aus exakt 20 Ziffern, in anderen Ländern ist es teilweise auch mehr.

Am Beginn jedes IBAN steht die Länderkennung, in Österreich also „AT“, danach folgt eine zweistellige Prüfnummer die sicherstellt, dass ein Konto auch wirklich existiert, gefolgt von der fünfstelligen Bankleitzahl und der elfstelligen Kontonummer. Der IBAN steht auf neu ausgegebenen Bankomatkarten, auf jedem Kontoauszug und kann auch beim kontoführenden Kreditinstitut erfragt werden. Außerdem ist die Zahl, sofern man Bankleitzahl und Kontonummer im Gedächtnis hat, sehr rasch erlernbar. Denn neu merken muss man sich dann nur die zweistellige Prüfnummer.

Wofür steht BIC?
BIC ist der sogenannte Bank Identifier Code und dient dazu ein Bankinstitut weltweit eindeutig identifizieren zu können. Für BIC gibt es außerdem den Ausdruck „SWIFT“ der aber exakt das selbe bezeichnet. Den BIC braucht man im Inlandsbankverkehr eigentlich gar nicht, sondern nur bei Auslandsüberweisungen. Der BIC ist 8-stellig für Bank-Hauptanstalten und 11-stellig für Zweigstellen.
Die ersten vier Stellen bezeichnen die Bank, die nächsten zwei Stellen das Land und die letzten zwei den Ort. Handelt es sich um eine Zweigstelle so wird die Ortsbezeichnung durch eine fünfstellige Filialbezeichnung ersetzt.

Beispiel
Wer bei der Erste Bank in Wien ist hat folgenden BIC. „GIBA“ als Bankbezeichnung der Erste Bank, „AT“ für Österreich und „WW“ für Wien. Zusammen also GIBAATWW.

Tipps
Es gibt einige nützliche Links die dabei helfen sich an die neuen Bankbezeichnungen zu gewöhnen. Auf der SWIFT Seite gibt es eine Datenbank wo man nach BIC und IBAN aller Banken suchen kann. Außerdem bietet beispielsweise die Raiffeisen Bankeinen Rechner an, mit dem man aus Bankleitzahl und Kontonummer eines österreichischen Kreditinstituts den IBAN berechnen kann.

11.7.2012 09:55
Autor:Daniel Steinlechner

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