Marko Arnautovic
Ein echter Matchwinner
- Warum der exzentrische ÖFB-Kicker für Österreich Gold wert ist

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·Ein echter Matchwinner
NEWS.AT-Kommentar: Warum Marko Arnautovic für das ÖFB-Team Gold wert ist
Der hat keine Erziehung. Sogar Startrainer Jose Mourinho ist an ihm gescheitert. Der Kerl ist unbelehrbar. Das sind nur einige der üblichen Sätze, die im Zusammenhang mit Marko Arnautovic gerne von Medien und Experten in regelmäßigen Abständen verbreitet werden. Dass man seine Bewertung damit aber nicht abschließen kann und darf, hat der eigenwillige Stürmer nun erneut bewiesen. Viel mehr sogar. Er hat gezeigt: Österreich verfügt über einen echten Matchwinner.
Und genau das ist der Punkt. Man sollte endlich damit aufhören einen Fußballprofi an seiner perfekten Kinderstube zu messen. Natürlich müssen sich die kickenden Stars aufgrund ihrer öffentlichen Position einer gewissen Vorbildfunktion bewusst sein. Aber im Endeffekt geht es doch darum, dass sie unseren Vereinen, unseren Nationalteams im entscheidenden Moment ein spielerisches Extra verabreichen.
Nehmen wir Spieler wie Carlos Tevez, Wayne Rooney, Franck Ribery oder Zlatan Ibrahimovic. Sie alle haben schon mehr als ein Mal innerhalb und außerhalb des Platzes - Negativschlagzeilen abgeliefert. Sie alle haben aber auch schon mehrfach Millionen von Fan-Herzen höher schlagen lassen. Sie alle machen ganz einfach den Unterschied im Spiel aus.
Selbstverständlich gäbe es auch genug Gegenbeispiele für perfekte Gentlemen, die darüber hinaus auch noch großartige Fußballer sind. Aber genau wie in der übrigen Gesellschaft, wie in anderen Branchen als dem Fußballgeschäft, gibt es am und rund um den grünen Rasen unterschiedliche Charaktere. Das macht jedoch eine gute Mannschaft aus. Viele, verschiedene Kerle, die alle ihre Eigenheiten und spezifischen Qualitäten haben und keine Klon-Armee repräsentieren.
Deshalb ist ein Marko Arnautovic für den österreichischen Fußball ganz einfach Gold wert. Genau so wie ein netter, zuvorkommender und hochtalentierter David Alaba. Das hat auch Teamchef Teamchef Marcel Koller erkannt. Und seine beiden Schützlinge - gemessen an ihren jüngsten Statements - übrigens auch. Sie können Beide den kleinen, feinen Unterschied in einer engen Partie ausmachen. Jeder auf seine Art. Mit dem Geniestreich beim 3:2 gegen die Ukraine hat der Schwererziehbare diese These vorerst auch bestätigt.


