Telekom-Affäre
Pecik will mehr
- Finanzinvestor überlegt, weiter aufzustocken - Nur Ametsreiter soll verschwinden

·Pecik will mehr
Finanzinvestor überlegt, weiter aufzustocken - Nur Ametsreiter soll verschwinden
·Der Aufräumer
Multimilliardär und Investor Naguib Sawiris spricht erstmals über seine Pläne
Ronny Pecik hat noch immer nicht genug von der Telekom Austria. Der Finanzinvestor hält derzeit bereits 20 Prozent an dem börsenotierten Konzern und kann sich trotz Telekom-Skandal vorstellen, noch weiter aufzustocken.
Er wolle mit der ÖIAG (28,4 Prozent) gleich zu ziehen, wie er dem "Kurier" sagte. Telekom-Chef Hannes Ametsreiter ist ihm ein Dorn im Auge. Auf die Frage, ob er die Ablöse von Ametsreiter betreibe, antwortet Pecik: "Ich bin auf dem besten Weg dorthin. Ich halte das Unternehmen für unterbewertet und undermanaged. Es gehört eine bessere Führung her."
Damit meint er laut Zeitung auch den Aufsichtsrat der Telekom unter ÖIAG-Boss Markus Beyrer. Bei der nächsten Hauptversammlung am 23. Mai will der Großaktionär zumindest zwei Aufsichtsräte. Pecik: "Bei dem überdurchschnittlichen Erfolg sollten sich manche Aufsichtsräte lieber Sorgen um um die Effizienz im Unternehmen als um die künftigen Posten machen."
Einen Verkauf seines Anteils schließt er aus: "Die Telekom darf nicht zur AUA werden. Ich habe mit Herrn Sawiris (sein ägyptischer Finanzpartner, Anm.) einen starken Partner an der Hand. Ich werde meinen Anteil sicher nicht verkaufen."

