Treibstoff
Ölpreise freuen OMV
- Autofahrer stöhnen an Tankstellen - Mineralölkonzern verzeichnet neuerlichen Gewinn

·Autofahrer schnaufen
Eine Familie muss heuer etwa 360 Euro mehr für Treibstoff ausgeben als 2010
Während die Autofahrer beim Tanken über die neuen Rekordtreibstoffpreise stöhnen, freut sich der die OMV über den nächsten Gewinnsprung: Die hohen Rohölpreise sind auch bei den Zapfsäulen angekommen. "Nachdem die Preise zum Wochenende hin erfahrungsgemäß steigen, kündigt sich ein neuer Negativrekord an", kritisierte ÖAMTC-Experte Martin Grasslober.
Allerdings treffen die steigenden Spritpreise auch den Fuhrpark des Staates - vom Polizeiauto bis zum Kanzlerwagen - und schwächen die Wirtschaft, woraufhin wiederum die Steuereinnahmen sinken und die Ausgaben - z. B. für das AMS - steigen. Der ARBÖ erinnerte daran, dass selbst im Spritpreis-Rekordjahr 2008 die Preise für die Ölsorte Brent geringer waren als jetzt.
"Fatal für uns in Europa ist das Zusammentreffen von hohem Rohölpreis und schwachem Euro. Das verspricht nichts Gutes, weder für die Autofahrerinnen und Autofahrer noch für die Wirtschaft", so der ARBÖ. Die Mineralölwirtschaft verwies auf APA-Anfrage darauf, dass Österreich im EU-Schnitt noch immer sehr günstige Preise hat.
OMV darf sich über Gewinne freuen
Unterdessen darf sich der heimische Mineralölkonzern über den starken Umsatz im vierten Quartal freuen. Die OMV konnte damit den Gewinn im Geschäftsjahr 2011 deutlich steigern. Der Umsatz legte im Gesamtjahr um 46 Prozent auf 34,053 Mrd. Euro zu. Der Konzern profitierte vor allem vom hohen Ölpreis.
"2011 war ein erfolgreiches Jahr für den OMV Konzern", fasste OMV-Chef Gerhard Roiss zusammen. "Das Jahr war vom arabischen Frühling geprägt, der einen hohen Ölpreis sowie Produktionsausfälle in Libyen und im Jemen nach sich zog. Trotz des schwierigen Umfelds erzielten wir ein starkes Betriebsergebnis, das über dem Vorjahresniveau lag."
Für 2012 werden weitere Zuwächse erwartet, vor allem soll die Öl-und Gasförderung durch eine Beruhigung der Lage in Libyen und im Jemen steigen. Im Raffineriegeschäft will man Überkapazitäten beseitigen und damit die Renditen verbessern.
