Geld
Minus 25 Prozent für jeden von uns
- Markus R. Leeb über das wahre Ausmaß der Einsparungen

Zunächst danke für die zahlreichen Reaktionen auf mein letztwöchiges
Lob für das Sparpaket. Auf die oft geäußerte Fassungslosigkeit, wie man diese Politik loben kann, brennt es mir zu antworten: Ich bin freudig überrascht, dass es überhaupt so ein Paket gibt. Es ist ein erster Schritt leider auf einem sehr langen Weg. Die meisten Vorhaben sind noch vage und haben noch keine Abwehrkräfte entwickelt. Manche wie
die Halbierung staatlicher Förderungen dürften sich meines Erachtens als Bumerang erweisen.
Inmitten dieser Unsicherheit, was jetzt wirklich auf uns zukommen wird, will ich Ihnen eine Perspektive geben: Jeder von uns wird in etwa 25 Prozent an Kaufkraft einbüßen, bis unser Staat und unser Euro(pa) saniert sind. Aktive Politiker stimmen diesem Szenario unter vier Augen durchaus zu. Nur laut sagen traut sich das keiner, weil sie diese Wahrheit für nicht zumutbar halten.
Dabei befinden wir uns mitten in diesem schleichenden Prozess. Würde das von einem Tag auf den anderen passieren, dann nennen wir das einen handfesten Crash, eine veritable Krise. Aber es geschieht über einige Jahre hinweg: Benzin und Strom werden teurer, wir bezahlen mehr für Lebensmittel und fürs Wohnen. Und am Ende werden wir rund ein Viertel an Kaufkraft
verloren haben.
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