Malediven
"Keine Gefahr"
- Abgesehen von Male und größeren Orten trotz Unruhen keine Reise-Einschränkungen

Etwa 200 österreichische Touristen befinden sich derzeit auf den Malediven. Die Unruhen dort würden sie aber nicht unmittelbar betreffen, erklärte Nikolaus Lutterotti, Sprecher des Außenministeriums.
"Die Unruhen ereignen sich momentan nur in der Hauptstadt Male und der zweitgrößten Stadt Addu. Die Österreicher befinden sich aber in entfernteren Tourismusregionen." Sie seien also keiner Gefahr ausgesetzt, versicherte Lutterotti. Von den Unruhen sollen die Touristen auch nur aus den Medien erfahren haben. Wie das Außenministerium berichtete, gibt es an den Flughäfen auf den Malediven derzeit keinerlei Einschränkungen. Touristen wird jedoch davon abgeraten, die Hauptstadt Male und größere Ortschaften zu besuchen
Der im Jahr 2008 mit deutlicher Mehrheit zum Präsident gewählte Nasheed war am 7. Februar 2012 nach wochenlangen Protesten zurückgetreten. In mehreren Regionen des Inselstaats gab es schwere Unruhen, nach Angaben eines Polizisten wurden insgesamt 18 Polizeistationen attackiert, zahlreiche Gerichts- und Regierungsgebäude wurden geplündert und in Brand gesetzt. Am Donnerstag versuchten die Sicherheitskräfte, die Lage wieder unter ihre Kontrolle zu bekommen. Die Unruhen könnten für den vom Tourismus abhängigen Inselstaat einen schweren Schlag bedeuten. Gegen Nasheed wurde ein Haftbefehl ausgestellt.
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