14. Februar
Anti-Valentinstag
- "Speed Hating" und Schluss-Mach-Musik: In London formiert sich Gegenbewegung

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Valentinstag - wieder so ein Amerika-Feiertags-Import, um den heutzutage keiner mehr rumkommt. Doch anders als bei Halloween löst der Tag der Verliebten bei Andersgesinnten mitunter wahre Hassgefühle hervor. Anlass genug, um eine Anti-Valentinstag-Bewegung zu formieren, fanden die Londoner. Und veranstalteten am Wochenende vor dem verhassten 14. Februar lustige Anti-Events.
Beim "Anti-Valentine's Special" im Islington-Club "Feeling Gloomey" zum Beispiel, konnten sich am Wochenende Singles treffen, die die Nase vom Daten gestrichen voll haben. Beim "Speed Hating" und "Blind Hate" verschwörte man sich zusammen mit Gleichgesinnten gegen die verhassten Verliebten.
Wer hasst mich?
Wie das genau abläuft? Genauso wie beim "Speed Dating" hat man nur wenige Minuten Zeit, sich mit seinem Tischgegenüber auszutauschen, ehe die Herren den Tisch wechseln. Doch dabei geht es nicht darum zu flirten, sondern miteinander zu streiten. Ein Wunder eigentlich, dass es diese Anti-Dating-Form noch nicht in Wien gibt, wo man zum gemeinsamen Stänkern stets einen Gesprächspartner findet.
Ebenso viel Frust ablassen kann man beim "Blind Hate": Hier treffen sich beziehungsgefrustete Frauen und Männer, und lassen an ihrem Gegenüber verbal all ihre aufgestaute Wut ab. Die Schokoladenseite wird bewusst vor dem anderen versteckt. Klingt befreiend, oder?
Angenagte Schokolade und verwelkte Blumen
Apropos Schokolade: Die durfte am Anti-Valentinstag natürlich auch nicht fehlen. Natürlich in halb aufgegessener Form als Seitenhieb auf das Süßwaren-Geschäft. Auch verwelkte Rosen wurden von den Kellnern im "Feeling Gloomey" verteilt.
Tanzen zu wütender Schluss-Mach-Musik
Beim "Pamflet's Heartbreaker Ball" in Camden wurde am Wochenende ausschließlich "wütende Schluss-Mach-Musik" gespielt. Und der "Candelight Club", eine 20er-Jahre-Jazzbar an einem geheimen Ort, erinnerte unter dem Motto "Valentine's Day Massacre" mit Gästen in Al-Capone-Kostümen an das Blutbad in Chicago 1929.
Nach Anti-Valentinstag-Veranstaltungen in Wien suchten wir leider vergeblich. Um eine persönliche Abwehrhaltung nach außen hin zu demonstrieren, empfehlen wir den Shop von DaWanda, hier kann man beispielsweise das oben abgebildete "I ♥ me"-T-Shirt oder einen "Gefällt mir nicht"-Button erwerben.
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