Afrika Cup 2012
Michael Ballack auf afrikanisch
- Drogba ist einer der Besten und hat keinen großen Titel. Wie Ex-Kollege Michael Ballack.

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In der regulären Spielzeit scheiterte Didier Drogba mit einem Strafstoß, im Elfmeterschießen verlor er mit der Elfenbeinküste endgültig mit 7:8. Damit hat der Superstar wieder einmal keinen Titel geholt. Mit diesem Schicksal ist er aber nicht allein. Ein Telefonat mit seinem Ex-Kollegen Michael Ballack etwa könnte ihm die Einsamkeit nehmen. Der kann davon nämlich auch ein Lied singen.
Neben Samuel Eto'o ist der Stürmer von Chelsea der beste afrikanische Fußballer seiner Zeit. Stars wie er und Yaya Toure (Manchester City) werden in ihrer Heimat die "Goldene Generation" genannt, aber gewonnen haben sie zusammen noch nichts. 2006 verloren sie schon einmal ein Afrika-Cup-Finale im Elfmeterschießen (gegen Ägypten), 2008 und 2010 folgte das Aus schon früher. Bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 schieden die Ivorer in der Vorrunde aus, auch weil sie Gegner wie Brasilien zugelost bekommen hatten.
Ein Phänomen, mit dem in Europa gerne mit Michael Ballack in Verbindung gebracht wird. Der ehemalige Kollege von Drogba beim FC Chelsea hat in seiner Karriere nämlich auch nie den ganz großen Wurf geschafft, war dafür dabei als Leverkusen den Spitznamen "Vizekusen" erarbeitete. Bei Weltmeisterschaften war er Zweiter (2002) und Dritter (2006), Vize-Europameister wurde er 2008 und im Champions-League-Finale verlor er 2002 und 2008. Letzteres übrigens zusammen mit Didier Drogba. 6:5 gewann damals Manchester United im Elfmeterschießen.
Die letzte Chance?
"Das eine große Enttäuschung", sagte Trainer Francois Zahoui. "Wir werden jetzt in aller Ruhe Entscheidungen fällen." Drogba wird im März 34, ob die "Goldene Generation" bei der nächsten WM noch einmal antritt, ist fraglich. "Falls sie noch genug Motivation haben, können sie immer noch eine wichtige Rolle spielen", meinte Zahoui. Die Motivation dürfte am Sonntag aber den nächsten Schlag bekommen haben.
Im kommenden Jahr erhalten die "Elefanten" aber zumindest am Schwarzen Kontinent noch eine Chance: Weil der Turnierkalender auf ungerade Jahreszahlen umgestellt wird, um Kollisionen mit der WM zu vermeiden, ist Südafrika schon 2013 wieder Schauplatz des eigentlich im Zweijahresrhythmus ausgetragenen Bewerbs.
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